Klimanotstand: Lüner SPD fordert die Stadt auf, ein Zeichen zu setzen

Antrag für den Stadtrat

Welchen Einfluss hat die Stadt Lünen auf den Klimawandel? Wie kann die Stadt etwas dagegen tun? Die SPD meint: Auch Lünen sollte den Klimanotstand ausrufen.

Lünen

09.06.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Klimanotstand: Lüner SPD fordert die Stadt auf, ein Zeichen zu setzen

Die Lüner SPD fordert die Ausrufung des Klimanotstands. Eine Reaktion auch auf die Lüner „Friday for future“-Demos. © Beate Rottgardt

Die SPD-Fraktion hat für die Ratssitzung am 11. Juli einen Antrag gestellt: „Der Rat der Stadt Lünen fordert die Verwaltung auf, den Klimanotstand auszurufen“, heißt es darin. Der Grund: „Es muss ein Zeichen gesetzt und ein Anfang gemacht werden.“

In dem vom Fraktionsvorsitzenden Michael Haustein unterschriebenen Dokument heißt es dazu weiter, dass bei allen Entscheidungen künftig die Auswirkungen auf das Stadtklima berücksichtigt werden müssen: „Lünen priorisiert somit bei zukünftigen Maßnahmen, die Emissionen von Treibhausgasen zu reduzieren, um dem Klimawandel entgegen zu wirken“, schreibt die SPD-Fraktion.

Klimanotstand dank „Fridays-For-Future“-Bewegung?

In ihrer Begründung bezieht sich die Fraktion explizit auf die Fridays-For-Future-Bewegung, die auch in Lünen schon zwei Mal demonstriert hat. „Unsere Schülerinnen und Schüler haben es uns vorgemacht und wir dürfen sie nicht alleine lassen.“ Der „symbolisch ausgerufene“ Klimanotstand soll außerdem nur der Anfang sein, er biete die Möglichkeit, ihn als Grundlage für weitere Anträge zu nutzen.

Auch Lünens Nachbarstadt Selm diskutiert momentan über die Ausrufung des Klimanotstands. Die Lüner FDP hat einen ähnlichen Antrag eingebracht: Bei jedem Beschluss sollen mögliche Auswirkungen auf das Klima benannt werden.

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