Kleinbecker Park: GFL und Naturschützer planen Aktionsbündnis zur Rettung

Stadtentwicklung in Horstmar

Die Wählergemeinschaft Gemeinsam für Lünen (GFL) und der Arbeitskreis für Umwelt und Heimat stemmen sich gegen die geplante Rodung des Kleinbecker Parks. Jetzt suchen sie Gleichgesinnte.

Horstmar

, 21.07.2019 / Lesedauer: 3 min
Kleinbecker Park: GFL und Naturschützer planen Aktionsbündnis zur Rettung

Der Kleinbecker Park soll gerodet werden. © Storks

Die Wählergemeinschaft Gemeinsam für Lünen (GFL) und der Lüner Arbeitskreis für Umwelt und Heimat machen Ernst:

Im Streit mit der Verwaltung und dem Gros der Politik wegen der geplanten Wohnbebauung im Kleinbecker Park wollen GFL und Arbeitskreis das Aktions-Bündnis „Rettet den Kleinbecker Park“ (Horstmar) gründen.

Das erste - „bürgerorientierte und parteiübergreifende“ - Treffen soll am Dienstag, 23. Juli, um 18.30 Uhr stattfinden. Und zwar im Vereinsheim des Fischereivereins Lünen 1912 am Baukelweg 13 in Horstmar.

Damit möglichst viele Menschen dem Aktionsbündnis beitreten, haben die Initiatoren einen Aufruf verfasst, der an „Bürger, Freunde des Kleinbecker Parks sowie Klima- und Umweltschützer“ adressiert ist.

In dem Aufruf beziehungsweise der Einladung zu der Auftaktveranstaltung am Dienstag, unterzeichnet von GFL-Chef Dr. Johannes Hofnagel und Friedrich Angerstein, Vorsitzender des Arbeitskreises für Umwelt und Heimat, heißt es unter anderem:

Der Rat der Stadt hat am 11. Juli mehrheitlich leider einen Antrag (der GFL-Fraktion) abgelehnt, den Kleinbecker Park in Horstmar (am neuen Kreis-Verkehr in der Nähe des Rewe-Marktes) zu erhalten. Insbesondere SPD und CDU waren an der Ablehnung beteiligt.

Dieser Beschluss zeigt, wie die Mehrheit der Ratsvertreter den Klimanotstand missachtet, den sie rund 120 Minuten zuvor in derselben Sitzung ausgerufen hatte.
Das heißt: Verwaltung und Ratsmehrheit steuern die Rodung der grünen Lunge Horstmars an, um ausgerechnet hier Wohnbebauung zu ermöglichen. Dem Gros der 100 Bäume, darunter wertvolle Stiel-Eichen („Baum des Jahres 1989“), droht das Aus.

Wir wollen den Kleinbecker Park nicht aufgeben, sondern uns mit möglichst vielen vereinten Kräften gegen die drohende Rodung stemmen. Dazu regen wir gemeinsam mit Ihnen ein Bündnis „Rettet den Kleinbecker Park“ an. Es gilt, umgehend Maßnahmen und Aktionen zu ergreifen, Unterschriften zu sammeln und vieles mehr (...).

Kleinbecker Park: GFL und Naturschützer planen Aktionsbündnis zur Rettung

Blick auf den Kleinbecker Park vom Kreisverkehr aus. © Storks

Im Gespräch mit unserer Redaktion legte GFL-Chef Hofnagel mit Blick auf die vergangene Ratssitzung und dem Abstimmungsverhalten von CDU und SPD noch einen drauf: „Weniger glaubwürdig kann man wohl nicht sein. Wir hatten gehofft, dass die Alt-Fraktionen nach dem historischen Beschluss in Sachen Klimaschutz ihren Worten Taten folgen lassen - aber vergebens.“

Hofnagel weiter: „Lünen braucht keine Papiertiger, sondern eine klimafreundliche Politik, die Natur und Umwelt wertschätzt.“ Aus Sicht der GFL verstoße die Rodung des Kleinbecker Parks für Wohnbebauung klar gegen den gefassten Klima-Grundsatzbeschluss.

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