Wie läuft der Pandemiebetrieb? Kitaträger und das Land haben ein Auge auf die Entwicklungen. © picture alliance/dpa
Kinderbetreuung

Kitas im Pandemiebetrieb: Weniger Kinder und regelmäßiger Check

Seit einer Woche sind die Kindertagesstätten in Lünen nun im Pandemiebetrieb. Die Kita-Träger geben erste Rückmeldung, wie es läuft. Auch das Land NRW hat ein Auge auf die Entwicklungen.

Die Kindertagesstätten in Lünen sind seit einer Woche umgestellt auf den Pandemiebetrieb. Sprich: Verkürzte Betreuungsstunden und angepasste Öffnungszeiten. Die Eltern werden vom Land NRW dazu angehalten, ihre Kinder möglichst zuhause zu betreuen. Wie sieht die Umsetzung aus?

In den städtischen Kitas seien derzeit etwa 20 Prozent der Kinder anwesend, so Pressesprecher Benedikt Spangardt. Doch der verringerte Betreuungsumfang von Minus zehn Stunden und die grundsätzliche Entscheidung, ob das Kind in die Kita soll oder nicht, bringe viele Eltern in Schwierigkeiten. Entsprechend drehen sich Rückmeldungen der Eltern vor allem um die Kürzung der Betreuungszeiten und um die Erstattung der Kita-Beiträge.

Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Blick

Neben der Situation der Eltern und Kinder sei es aber für die Stadt als Träger auch wichtig, die Lage der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Blick zu haben. „Für sie ist das auch eine schwierige Lage, die eine besondere Belastung mit sich bringt. Trotz diverser Schutzmaßnahmen fühlen sich viele von ihnen angesichts des täglichen Kontakts zu vielen Personen verständlicherweise besonders gefährdet“, so Spangardt.

Das Land NRW fragt zum Schutz der Kinder und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alle zwei Tage die Kindertagesstätten ab, um einen Überblick darüber zu behalten, wie viele Kinder in Betreuung sind. „Dadurch kann das Land einschätzen, ob weitere Maßnahmen erforderlich werden“, sagt Jutta Beese, Verbundleiterin der katholischen Kitas der Großgemeinde St. Marien in Lünen.

Schwankende Zahlen

In den Kitas der katholischen Kirche sei es von Einrichtung zu Einrichtung unterschiedlich, wie das Angebot genutzt werde. In der Stadtmitte etwa seien es 30 von 65 Kindern, die in die Kita gegeben werden. In der Kita St. Gottfried in Wethmar seien es 21 statt 75 Kinder. Starke Schwankungen gebe es in der Kita St. Norbert in Altlünen. Je nach Tag sind es dort 20 von 55 Kindern. „Haben die Eltern frei, kommen diese Kinder auch nicht“, erklärt Beese, wie die Schwankungen zustande kommen.

Beese rechnet jedoch damit, dass das Angebot der Betreuung stärker genutzt werden wird, je länger der Lockdown mit Pandemiebetrieb anhält.

Von den anderen angefragten Kita-Trägern gab es zum Zeitpunkt der Anfrage unserer Redaktion noch keine genauen Zahlen. Diese werden aber noch folgen, versichert AWO-Pressebeauftragter Stefan Kuster.

*Anmerkung: Jutta Beese ist Verbundleiterin aller Kitas der katholischen Großgemeinde St. Marien, nicht Verbundleiterin aller katholischen Kitas in Lünen. Wir haben das nachträglich korrigiert.

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Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
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Denise Felsch

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