Kita-Plus geht in die Verlängerung

Neue Plätze

Das Programm Kita-Plus soll weiter in Lünen laufen. Wenn alles gut geht, kommt die Finanzierung dafür vom Bund. Außerdem werden weitere Kita-Plätze in Gahmen eingerichtet.

Lünen

, 08.12.2018, 08:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kita-Plus geht in die Verlängerung

Gute Nachrichten für Eltern von kleineren Kindern: Kita-Plus soll weitergehen und es wird neue Betreuungsplätze in Kitas geben. © dpa

Als die Verwaltung ihre Vorlage zur Fortführung des Projekts „Kita-Plus“ für den Jugendhilfeausschuss geschrieben hatte, wusste sie noch nicht, dass der Bund die ausgedehnten Öffnungszeiten der Kitas weiter fördern wird. „Wir hatten nur ein Posting des Bundesfamilienministeriums, dass es weitergehen soll. Inzwischen haben wir etwas schriftlich vorliegen. Wenn die Stadt zum 1. Januar 2019 über keine Finanzierung für die Weiterführung verfügt, dann zahlt der Bund“, erklärte Fachdezernent Ludger Trepper im Ausschuss am 4. Dezember.

Neue Kita-Gruppe in ehemaliger Zweigstelle

Einstimmig billigte der Ausschuss den Vorschlag der Verwaltung, in der ehemaligen Sparkassen-Zweigstelle in Gahmen dringend benötigte weitere Kita-Plätze einzurichten. „Es ist ein gutes Objekt, um eine weitere Kita-Gruppe für über Dreijährige einzurichten“, so Kornelia Müller, zuständig für die Tagesbetreuung von Kindern bei der Stadt Lünen. 25 Plätze sind geplant. Auf der zentralen Liste für das ganze Stadtgebiet stehen derzeit 89 Kinder über drei Jahren und 135 unter drei Jahren (Stichtag 31. Oktober 2018)

Die Sparkasse habe sich bereit erklärt, den Umbau zu übernehmen. Ob das Kreditinstitut für die vom Landesjugendamt vorgegebene Miete bereit ist, das zu realisieren, steht noch nicht fest. Man wartet noch auf die endgültige Zusage der Sparkasse. Müller: „Wir hoffen aber, zum 1. März 2019 an den Start gehen zu können.“

Träger wird noch gesucht

Noch wird ein Träger gesucht. Erste Priorität habe die Arbeiterwohlfahrt, da sie als freier Träger für die Stadt Lünen eine kostengünstigere Lösung darstellt. Müller: „Wenn wir es selber machen, wird es etwas teurer.“ Dann könnten die 25 neuen Plätze als fünfte Gruppe der städtischen Kita Lummerland angesiedelt werden. Der Standort der früheren Sparkassen-Zweigstelle liegt etwa 400 Meter Luftlinie zu dieser Kita entfernt. Im Lüner Süden gibt es derzeit einen Bedarf an 40 Plätzen für Ü3-Kinder. Zudem seien viele Familien dort nicht mobil, für sie ist der Weg nach Beckinghausen nur schwer oder gar nicht zu bewältigen.

Die AWO ist Träger der neuen viergruppigen Kita, die in der ehemaligen Hellwegschule in Beckinghausen entsteht. „Durch eine Ausschreibung haben wir nun auch einen Architekten gefunden“, so Kornelia Müller. In der vergangenen Woche gab es ein gemeinsames Gespräch mit dem Landesjugendamt, das über die Pläne informiert wurde. Das Objekt soll im Juni 2019 fertiggestellt sein, so die Mitteilung der Zentralen Gebäudebewirtschaftung Lünen (ZGL).

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