„Kino Film Fest Lünen“: Neue Ära beginnt im November in der Cineworld

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Zurück zu den Wurzeln geht es für Filmfreunde ab dem 4. November in der Cineworld. Wie in den ersten Jahren des Lüner Kinofestes setzt das neue „Kino Film Fest Lünen“ auf Filmgenuss pur.

Lünen

, 16.09.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auch wenn das 31. Kinofest wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde - Freunde des aktuellen deutschsprachigen Films werden auch in diesem Herbst in der Lüner Cineworld auf ihre (Festival-)Kosten kommen.

Möglich machen es als erfahrene Organisatoren Mike Wiedemann, Sven Ilgner und Dr. Anke Höwing. Sie stellen das „Kino Film Fest Lünen 2020“ auf die Beine. Vom 4. bis 7. November dreht sich dabei in der Cineworld alles um neue deutschsprachige Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilme.

Ilgner und Wiedemann hatten schon im vergangenen Winter begonnen, bei mehreren Festivals Filme zu sichten. Beispielsweise beim Max-Ophüls-Festival in Saarbrücken und bei der Berlinale.

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Jetzt arbeiten sie mit Hochdruck daran, ein „kleines, intensives Filmprogramm“ zusammen zu stellen. Dr. Anke Höwing ist seit dem 1. Kinofest (das damals übrigens noch nicht so hieß) mit dabei. Zunächst als engagierte Zuschauerin und Unterstützerin, dann als Vorsitzende des Kinofest-Komitees.

Moderator Peter G. Dirmeier und Dr. Anke Höwing bei einem früheren gemeinsamen Auftritt während einer Preisverleihung. Beide sind auch beim „Kino Film Fest Lünen“ mit dabei.

Moderator Peter G. Dirmeier und Dr. Anke Höwing bei einem früheren gemeinsamen Auftritt während einer Preisverleihung. Beide sind auch beim „Kino Film Fest Lünen“ mit dabei. © Frank Bock (A)

„Wir haben einen neuen Titel für das Festival gefunden, mit dem eine neue Ära beginnt, die auch eine kleine Rückbesinnung auf die Anfänge ist“, so Wiedemann. Finanziell unterstützt wird das Trio unter anderem von der Film- und Medienstiftung des Landes NRW. „Ich bin auch der Stadt Lünen sehr dankbar, die uns ebenfalls sehr unterstützt“, so Ilgner.

Vier Preise sind geplant

Galas zur Eröffnung und zum Abschluss wird es wegen der Corona-Pandemie nicht geben. Das neue Festival dreht sich komplett um Filme, die - unter Einhaltung des Hygienekonzepts in der Cineworld - im Lüner Kino gezeigt werden.

Allerdings werden auch wieder Preise vergeben. Diesmal nicht im Rahmen einer Gala, sondern voraussichtlich im Anschluss an die Kurzfilmnacht am Freitag, 6. November, direkt im Kinosaal.

Mike Wiedemann freut sich auf ein intensives Film-Festival.

Mike Wiedemann freut sich auf ein intensives Film-Festival. © Günter Blaszczyk (A)

Bei zwei Preisen ist das Publikum Jury. „Wir planen, eine kleinere Version der Lüdia mit einem Preisgeld zu vergeben. Über den Gewinner entscheidet das Publikum“, so Wiedemann.

Die Zuschauer küren auch den Sieger des Kurzfilmwettbewerbs. Zu dem die Organisatoren des Festivals den Schauspieler Leonard Lansink eingeladen haben. Lansink, bekannt als Ermittler „Wilsberg“ aus der ZDF-Krimireihe, war auch 2019 schon bei der Kurzfilmnacht des Kinofestes in Lünen dabei.

Leonard Lansink („Wilsberg“) ist wieder zur Kurzfilmnacht eingeladen.

Leonard Lansink („Wilsberg“) ist wieder zur Kurzfilmnacht eingeladen. © Günter Blaszczyk (A)

Die Gewinner zweier weiterer Preise werden Juroren bestimmen. Produzent Hans W. Geißendörfer, seit vielen Jahren dem Lüner Filmfestival eng verbunden, wird wieder einen Preis stiften. In Absprache mit ihm wird noch entschieden, für welches Genre eine Fachjury den Preis vergeben wird.

„Ruhr Pott“ für den besten Dokumentarfilm

Auch der „Ruhr Pott“, der Preis für den besten Dokumentarfilm, wird beim „Kino Film Fest Lünen“ überreicht. Die Leserjuroren aus dem vergangenen Jahr sind aufgrund der Corona-Pandemie auch die Leserjury 2020. Mit dabei sind erneut Barbara Günnewig, Silke Lenkeit, Bernd Neumann und Jens Heuser. Alle vier freuen sich darauf, ihren Favoriten aus drei spannenden Dokumentarfilmen auszuwählen. Die Ruhr Nachrichten stiften für den Gewinnerfilm 750 Euro Preisgeld und den „Ruhr Pott“.

Sven Ilgner ist dankbar für die Unterstützung der Stadt Lünen und der Film- und Medienstiftung.

Sven Ilgner ist dankbar für die Unterstützung der Stadt Lünen und der Film- und Medienstiftung. © Günter Blaszczyk (A)

Ein guter alter Bekannter wird durch das Festival führen und die Filme moderieren: Peter G. Dirmeier, Schauspieler und Moderator aus Hamburg, ist bei der Premiere des „Kino Film Fests Lünen“ mit dabei.

„Uns ist es wichtig, ein Zeichen zu setzen, mit diesem Festival, ein Plädoyer für das Kino an sich“, so Wiedemann. So sehen es auch Lüner, die in den vergangenen Jahren Stammgäste beim Kinofest waren und die vor allem der Filmauswahl in die Cineworld gelockt hat. Sie freuen sich auf ein Programm, bei dem die Filme im Mittelpunkt stehen und darüber, dass es auch in diesem Herbst in Lünen wieder ein Festival rund den deutschen Film geben wird.

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