Katholische Kirche in Brambauer: Petra Pella ist Nachwuchshoffnung

dzSt.-Barbara-Gemeinde

Viele junge Menschen interessieren sich nicht mehr für die Kirche und auch das Engagement wird immer weniger. Petra Pella aus Brambauer ist ein Beispiel dafür, dass es aber auch anders geht.

Lünen, Brambauer

, 06.09.2020, 16:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ist die katholische Kirche ein Auslaufmodell und nur ein Club für alte Leute? Nein, für Petra Pella, Gemeindemitglied von St. Barbara Brambauer, gehören Glaube, Familientradition und Kirche einfach zu einem erfüllten Leben.

„Ich finde, die katholische Kirche sollte sich den Reformen stellen. Die Abschaffung des Zölibats und eine mögliche Verkürzung der Gottesdienste, ich denke, eine Dreiviertelstunde reicht völlig aus, könnten die ersten Schritte für mehr Zulauf sein“, meint die 29-Jährige und gebürtige Brambaueranerin voller Selbstbewusstsein.

Nachwuchshoffnung der katholischen Kirchengemeinde

Halt finden, zu Ruhe kommen und Innehalten oder ein Zwiegespräch mit Gott in der Kirche führen sind für Petra Pella dagegen gute Gründe für den Besuch eines Gottesdienstes.

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Aber auch abseits des Sonntagsgottesdienstes hat sich Petra Pella zu einer echten Nachwuchshoffnung innerhalb der katholischen Kirchengemeinde St. Barbara Brambauer entwickelt. „Meine Taufe am 19. Februar 1991 sollte eigentlich unser Familienpfarrer Pater Otto Wileschek übernehmen. Aber aufgrund der schlechten Witterung und der ungezwungenen Unpässlichkeit ist kurzfristig der damalige Brambauer Pfarrer Philippus Sun in die Bresche gesprungen und hat die Prozedur übernommen“, berichtete die heutige Bauingenieurin der Stadt Dortmund über eine Besonderheit zum Beginn ihres Lebens.

Engagement im Pfarrgemeinderat

Später nahm Petra Pella dann selbst das „Heft des Handels“ in die Hand. Die Berufung in den Pfarrgemeinderat (PGR) von St. Barbara Brambauer vor drei Jahren sowie das Engagement als Lektorin während der Gottesdienste zeigen ihr Engagement.

„Am Anfang hatte ich beim Vortragen der Fürbitten noch Lampenfieber. Aber mittlerweile habe ich genügend Selbstbewusstsein. Auch vor einem großen Publikum habe ich keine Angst“, verrät Pella. „Den langjährigen Kirchenbesuch beziehungsweise die Traditionspflege zur Kirche und zum katholischen Glauben habe ich von meinen Großeltern und Eltern geerbt“, weiß die 29-Jährige.

„Sie gingen alle gerne und oft in die Kirche. Nicht nur hier in Brambauer sondern auch schon früher in Oberschlesien, genau genommen in der Nähe von Kattowitz, der alten Heimat. Und später möchte ich auch meine Hochzeit hier in der St.-Barbara-Kirche feiern“, sagt Petra Pella während eines Rundgangs durch die St.-Barbara-Kirche.

Gute Zusammenarbeit in der Gemeinde

Aber auch den Gemeinschaftssinn innerhalb der Gemeinde lobt die katholische Brambauer Nachwuchshoffnung. Die Besprechung über das Gemeindeleben, die Planung des Neujahrsempfangs, des Osterfeuers und des Pfarrfestes, natürlich nur vor und nach der Corona-Zeit, sind eng mit ihr verbunden.

„Wir sind im PGR ein gutes, engagiertes und eingespieltes Team. Ich bin ein Teil davon. Was ich durchaus positiv fand, war die vor einigen Jahren eingeführte polnische Messe zu Weihnachten“, erinnert sich Pella.

„Schade, dass es dies bei uns nicht mehr gibt. Zumal eine große Schar an Spätaussiedlern bei uns in der Gemeinde verankert sind. Aber vielleicht ist ja eine Neuauflage möglich“, so der Wunschgedanke von Petra Pella.

„Für uns ist Petra Pella eine gute Unterstützung. Ich denke da insbesondere an das Vortragen der Fürbitten während unserer Gottesdienste. Hoffentlich wird sie noch lange zu unserer Gemeinde gehören“, lobt Küster Gerard Hilgert.

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