Trotz Plan B: Der Karnevalsumzug in Lünen-Süd steht auf der Kippe

dzKarneval 2021

Die Verantwortlichen sind optimistisch: Sie investieren in ihren Wagen und schmieden Pläne. Der Karnevalsumzug in Lünen-Süd könnte noch mehr Besucher als sonst anlocken - wenn er stattfindet.

Lünen-Süd

, 18.08.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ob der Karnevalsumzug in Lünen-Süd stattfinden kann, steht noch in den Sternen. Dennoch haben sich die Verantwortlichen von der IGS bereits einen Plan A und B zurechtgelegt und an einem Sicherheitskonzept getüftelt. Vonseiten der IGS spricht nichts gegen den Karnevalsumzug 2021. Doch solange Volksfeste und Großveranstaltungen verboten sind, könne man nicht konkret planen, so der IGS-Vorsitzende Thomas Melson.

„Richtig planen können wir erst, wenn es eine neue Verordnung gibt. Wir wissen nicht, ob sich die Situation jetzt wieder verschärft, beispielsweise durch die Reiserückkehrer. Aber wir sind positiv gestimmt: Wenn wir dürfen, dann findet Karneval statt“, sagt Melson. Die Feier könnte dann sogar noch größer als gewohnt ausfallen, da bereits mehrere große Umzüge in der Umgebung abgesagt wurden.

Umzug wird 2021 vielleicht sogar noch größer

Im Schnitt lockt der Karnevalsumzug in Lünen-Süd 3500 bis 4000 Besucher. Nun könnten noch einige Gäste aus Werne und Selm hinzukommen. Möglich sei auch, dass sich die Karnevalsvereine aus der Umgebung, die in ihrer Stadt nicht feiern können, dem Umzug in Lünen-Süd anschließen. Spruchreif sei das natürlich noch nicht.

„Es ist ganz klar, dass wir mehr Absperrungen brauchen und zusätzliche Ordner engagieren müssen. Mit den bisherigen Kräften, den Schülerlotsen vom Käthe-Kollwitz-Gymnasium, können wir die Maßnahmen, wenn sie denn bis Karneval noch in dieser Form bestehen, gar nicht umsetzen“, betont Melson.

Wenn Karneval stattfindet, gibt es auch den Lüni

Einige Dinge müssen lange im voraus gebucht werden. Die Straßenreinigung beispielsweise sei bereits für den Tag des Umzuges reserviert. Außerdem stehe die Sanierung des maroden Karnevalswagens an - dafür gäbe es bereits einen Kostenvoranschlag. Die Interessengemeinschaft plane aktuell ins Blaue hinein, in der Hoffnung, dass sie ihren „Plan A“ oder „Plan B“ umsetzen darf.

Klar sei laut Melson, dass es den Lüni wieder geben wird, wenn Karneval stattfindet: „Die Tombola ist zu einer richtigen Institution geworden und die Leute freuen sich, etwas Gutes tun zu können. Ich werde öfter darauf angesprochen, ob es den Lüni wieder geben wird. Da spricht nichts gegen!“

Im September sei die nächste Sitzung der Interessengemeinschaft - dann werden die Pläne verschriftlicht und konkretisiert. Ob die Planung dann aber wirklich aufgeht, zeige sich wahrscheinlich erst Ende Oktober, wenn es die neuen Richtlinien vom Land gibt.

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