Jusos: Jugendliche werden in Lünen zu wenig an Entscheidungen beteiligt

Mitbestimmung

Die Stadt Lünen muss Jugendliche mehr in Entscheidungen einbeziehen. Das fordern die Jusos. Anders als in Nachbarstädten gebe es in Lünen kein Gremium, in dem junge Leute mitgestalten könnten.

Lünen

15.05.2021, 15:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mehr Mitbestimmung für Jugendliche in Lünen fordern die Jusos.

Mehr Mitbestimmung für Jugendliche in Lünen fordern die Jusos. © Kreis Unna

Mehr Mitbestimmung von Jugendlichen fordern die Lüner Jungsozialistinnen und Jungsozialisten (Jusos). Die Stadt Lünen müsse ihre Jugendlichen mehr in Entscheidungsprozesse miteinbeziehen, heißt es in einer Pressmitteilung der Jusos. Während Lünen einen Senioren- und einen Behindertenbeirat sowie einen Integrationsrat habe, fehle ein Gremium, in dem auch Kinder und Jugendliche ihre Stadt mitgestalten könnten. Viele Nachbarstädte zeigten, wie es geht: In Waltrop gibt es ein erfolgreiches Kinder- und Jugendparlament, in Dortmund ein stadtweites Jugendforum.

„Ich möchte mich beteiligen und meine Themen und Ideen stärker in die Politik einbringen“, wird der 15-jährige Gian Luca Fusillo in der Mitteilung zitiert. Gemeinsam mit weiteren Schülern hat er die Forderung nach mehr Jugendbeteiligung bei den Jusos vorangetrieben. „Bei den Jusos

diskutieren wir wichtige Fragen und geben unsere Ideen unseren SPD-Ratsmitgliedern mit. Aber ich möchte mich auch mit Jugendlichen austauschen, die keine SPD-Mitglieder sind und an manchen Stellen mitentscheiden dürfen“, so Gian Luca Fusillo.

Zoom-Konferenz mit Ratsfrauen

Um die verschiedenen Konzepte und ihre Vor- und Nachteile kennenzulernen, haben die Jusos Lünen bei ihrem LokalpoliTISCH am Dienstag (18.5.) um 19 Uhr die Ratsfrauen Vanessa Meiritz aus Waltrop und Anna Spaenhoff aus Dortmund zu Gast. Interessierte Jugendliche und junge Erwachsene sind dazu eingeladen. Anmeldungen an nina.kotissek@echt-luenen.de, dann wird der Zoom-Link zugeschickt

Mehr Jugendbeteiligung ist außerdem eine Forderung im Programm der SPD Lünen zur Kommunalwahl 2020. So wie es in der Spielplatzplanung selbstverständlich sei, Kinder nach ihren Interessen zu fragen, sollten auch Beteiligungsverfahren entwickelt werden, in denen Jugendliche mitreden können, teilen die Jusos mit.

Selbst über Beteiligungsform entscheiden

Doch wie genau Jugendliche schließlich beteiligt werden, darauf sollen sie selbst Einfluss nehmen können. „Wenn der Kinder- und Jugendförderplan fortgeschrieben wird, in dem es auch um die zukünftigen Formen der Jugendbeteiligung geht, müssen die Betroffenen daran

beteiligt werden“, fordert Juso-Vorsitzende Nina Kotissek. „Wünschen sich die Jugendlichen einen Jugendrat? Ein Jugendbudget? Einen beratenden Sitz im Jugendausschuss? Oder eine ganz andere Beteiligungsmöglichkeit? Wir müssen sie fragen und ihre Ideen berücksichtigen.“

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