Julie Schrader: Komisches und Sinnliches

«Melange» lädt zur Lesung ein

11.04.2007, 17:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Julie Schrader (1881-1939) ist mit ihren schrullig anmutenden Schrägheiten längst zu einer kleinen Kultfigur unter den literarischen Geheimtipps geworden. Ihre rührend anmutende Naivität in Lebens- und Liebesdingen, ihre poetische Unbefangenheit und die Offenheit, mit der sie Tagebuch führt, machen ihre Texte zu einem seltenen Lesevergnügen. Die Komik ihrer Gedichte und Tagebucheintragungen liegt irgendwo zwischen sprachlichem Witz und literarischem Unvermögen. Sie war Zeit- und Bettgenossin diverser Kulturgrößen im Berlin der Jahrhundertwende. Und darum sind ihre Texte von musik- und literaturgeschichtlicher Bedeutung. Überdies sind sie deutlich geprägt von den typisch bürgerlichen Lebensumständen der Zeit. Die Lesung bemüht sich deshalb um ein Porträt, das nicht nur Heiterkeit erzeugt, sondern auch Zeitkolorit transportiert. Ellen Stramplat Thomas Eicher (Foto) ist 2. Vorsitzende der Gesellschaft zur Förderung der Salon- und Kaffeehausliteratur und passionierte Vorleserin. (Foto) ist Kulturmanager und promovierter Literaturwissenschaftler, Autor und Herausgeber zahlreicher Fachpublikationen und Anthologien. Der Eintritt beträgt 8 Euro. Vorverkauf: Café vom Steintor, Kirchstraße 12, Tel. (0 23 06) 2 32 36. Das Gesamtprogramm ist im Internet zu finden unter www.melange-im-netz.de

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