Mehr Mitbestimmung für junge Leute: Die Chance sollte ihnen in Lünen eingeräumt werden. © Goldstein
Meinung

Jugend und Politik: Bei Spielplätzen gefragt zu werden, reicht nicht

Politische Entscheidungen stellen Weichen für die Zukunft. Das ist wichtig. Die junge Generation, die die Folgen trägt, hat darauf allerdings kaum Einfluss. Will sie ihn, muss sie laut werden.

Mit der Bewegung Fridays For Future haben junge Leute gezeigt, dass sie nicht nur an ihrem Handy spielen. Sehr wohl ist ihnen wichtig, wie ihre Zukunft aussieht. Doch die bestimmen momentan andere. Auch in Lünen ist die Möglichkeit der Mitwirkung junger Leute überschaubar. Ein Gremium, in dem auch Kinder und Jugendliche das Leben in Lünen mitgestalten können, gibt es nicht. Das ist bei anderen gesellschaftlichen Gruppen anders, die beispielsweise im Senioren- und Behindertenbeirat oder Integrationsrat ihr Wort machen können.

Zu Recht zeigen die Lüner Jusos dieses Manko auf und bringen das Thema auf den Tisch. In anderen Städten gibt es Jugendparlamente, in Lünen rühmt man sich, die Vorstellungen von Kindern und Jugendlichen bei der Spielplatzgestaltung einzubeziehen.

Das ist richtig, aber zu wenig. Junge Leute sollten bei der Stadtplanung mitreden können, der Bildungspolitik und bei Fragen zu Lebenschancen und Perspektiven. Weil alte Hasen für junge nicht gerne das Feld räumen, müssen Heranwachsende laut werden und selbstbewusst Forderungen stellen. Dazu sollten sie aber auch bereit sein, sich einzubringen. Das bedeutet neben Schule und Ausbildung harte Arbeit. Nur mit Partyfeiern und Videospielen ist Zukunft nicht zu gestalten. Die Chance dazu sollten junge Leute in Lünen bekommen.

Über die Autorin
Redaktion Lünen
Lünen ist eine Stadt mit unterschiedlichen Facetten. Nah dran zu sein an den lokalen Themen, ist eine spannende Aufgabe. Obwohl ich schon lange in Lünen arbeite, gibt es immer noch viel zu entdecken.
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Magdalene Quiring-Lategahn

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