Die Lüner Autorin Dorothea Stiller hat ihren zweiten Inselmord-Krimi veröffentlicht. © Dorothea Stiller
Krimi aus Lünen

„Inselmord und Backfischbrötchen“: Neuer Roman von Dorthea Stiller

Ein Skelett im Koffer - so startet der neue Krimi „Inselmord und Backfischbrötchen“ der Lüner Autorin Dorothea Stiller. Die Corona-Pandemie trifft auch sie.

Im zweiten Fall von Sigrid „Siggi“ Pizolka dreht sich ab dem 28. Mai (Freitag) alles um einen rätselhaften Skelettfund. Die Kosmetikerin aus Dortmund ist die Heldin der neuen Krimireihe der Lüner Autorin Dorothea Stiller. Durch ihren Beruf schlittert sie in ein humorvolles und spannendes Abenteuer.

Ein Skelett im Koffer

Im humorvollen Sylt-Krimi “Inselmord und Backfischbrötchen“ ist Siggis Selbständigkeit als Beraterin für Wellness und mehr erfolgreich gestartet. Allerdings kommt es zu einer folgenschweren Verwechslung: Nach einem Termin in einem Hotel findet Siggi in ihrem Koffer nicht ihre Verkaufsartikel, sondern stattdessen ein Skelett.

Schnell wird Kommissar Christiansen informiert, doch dieser findet in dem Koffer lediglich Kosmetika, Dessous und Vibratoren. Siggi ist verwirrt: Hat sie sich den Skelettfund nur eingebildet, wie ihr Lebensgefährte Torsten und der Kommissar vermuten? Bei ihren Nachforschungen trifft Siggi auf eine seltsame Gräfin, mysteriöse Runen und lüftet ein entsetzliches Geheimnis.

„Inselmord und Backfischbrötchen“ ist der zweite Krimi der Reihe. In ihrem ersten Abenteuer, dem 240 Seiten starken „Inselmord und Krabbencocktail“, erbte Siggi ein Haus auf Sylt, in das sie mit ihrem Lebensgefährten Torsten – genannt „Törtchen“ – und Yorkshiredame Candy auch sofort zog. Auf der Insel der Reichen und Schönen bekam sie es mit dem Mord an einem aufstrebenden Schlagersternchen zu tun.

Tupperpartys mit Dessous und Dildos

„Die Figuren hatte ich eigentlich ziemlich schnell im Kopf“, erinnert sich Dorothea Stiller. Sie unterhielt sich mit befreundeten Autorinnen. Während des Brainstormings entstanden die Figuren nach und nach. „Ich fand die Idee ganz reizvoll, dass die kesse Blondine aus Dortmund auf Sylt ‚Tupperpartys’ mit Dessous und Dildos gibt“, beschreibt sie. „Es ist eine Type, die man schon oft gesehen hat.“ Von ihr selbst hat die Figur wenig. „Höchstens das lose Mundwerk“, sagt sie schmunzelnd.

Auf Sylt war Dorothea Stiller bereits im Urlaub und kennt sich dementsprechend gut aus. „Es ist ein schöner Ort.“ Wichtig war der 46-Jährigen, dass die Insel der Reichen und Schönen mit der Hauptfigur „crasht“.

Knapp zwei Dutzend Bücher hat Dorothea Stiller verfasst

Geschrieben hat Dorothea Stiller eigentlich immer schon gerne. So richtig Raum gefunden hat sie dafür aber erst in der Elternzeit. Wenn die Kinder schliefen, saß sie am Rechner und schrieb. „Eigentlich wollte ich Kinder- und Jugendbücher verfassen“, erinnert sie sich. Es wurden aber vor allem Krimis und Liebesromane, teilweise unter Pseudonym. Mittlerweile hat sie 23 Bücher verfasst.

Die wenigsten Autoren können vom Schreiben leben, wie Dorothea Stiller erzählt. Vor allem in den vergangenen Jahren sei es schwieriger geworden. Durch Möglichkeiten für Selbstveröffentlichungen kommen immer mehr Bücher auf den Markt. Für die meisten sei es wichtig, nebenbei auch andere Einnahmequellen zu haben. Dorothea Stiller arbeitet etwa auch als Lektorin, übersetzt Texte und gibt Schreibkurse. Davor hat sie als Lehrerin gearbeitet, sich aber 2017 selbstständig gemacht.

Lesungen fallen aus

Die Corona-Pandemie trifft auch Dorothea Stiller. „Lesungen sind derzeit ja leider nicht möglich“, bedauert sie. Und auch Buchmessen fallen aus. „Diese sind besonders wichtig, da man sich dort gut mit Kollegen austauschen und auf Verlage zugehen kann. Schließlich sind dort alle an einem Fleck“, beschreibt sie. Möglich sind nur Online-Angebote. So macht sie immer wieder kleine Aktionen, etwa auf Instagram.

„Inselmord und Backfischbrötchen“ erscheint als E-Book, Hörbuch-Download und Print-on-demand-Taschenbuch bei „beThrilled“ von Lübbe. Das Buch umfasst etwa 250 Seiten. Infos zur Autorin gibt es unter dorothea-stiller.de

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Seit über zehn Jahren als freier Journalist tätig und seit einigen Jahren auch für die Ruhr Nachrichten. Ich schreibe gerne über Menschen und ihre Geschichten.
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Tobias Weskamp
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