Immer beliebter: Schadstoffarme Reden

CHARLYS WELT Immer mehr Lüner tragen mit kürzerer Rede zur Reduzierung des Schadstoffausstoßes (Kohlendioxid) bei und fördern damit den Klimaschutz, meint unser Kolumnist Charly.

von Von Karl-Heinz Knepper

, 01.07.2008, 17:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der vom Menschen verursachte Klimawandel verändert die Natur massiv und weltweit: Er sorgt für eine frühere Schneeschmelze, erwärmt Flüsse, Seen und Meere, lässt Pflanzen früher blühen oder verändert das Verhalten von Tieren.

Der vom Menschen verursachte Klimawandel verändert die Natur massiv und weltweit: Er sorgt für eine frühere Schneeschmelze, erwärmt Flüsse, Seen und Meere, lässt Pflanzen früher blühen oder verändert das Verhalten von Tieren.

Als schadstoffhaltig und umweltbelastend einzustufen sind:

1.) Überflüssig lange Sätze,

2.) alle die Biogas-Produktion anregende Pausen nach der Einnahme von Bohnengerichten,

3.) heikle Themen, weil selbige zur Erregung der Gesprächsteilnehmer und damit zur Erwärmung von deren Körpertemperatur beziehungsweise der Biosphäre beitragen.

Während sich Politiker mit ihren viel zu spät aufhörenden und viel zu früh anfangenden Reden als unbelehrbar erweisen und Land, Leute und Biosphäre mit ihren Sauerstoff-verzehrenden Statements zumüllen, unterhalten sich vor allem Rentner vorbildlich sparsam und stoßen beim Reden kaum noch Schadstoffe aus.

Als Musterbeispiel für schadstoffarme, wortarme Gespräche, hat das Bundes-Umweltministerium die Figuren Ernst und Otto erfunden, die bald auch in Werbespots für das Verschweigen von Worten werben sollen.

Der Spot geht so. Ernst: „Ach, Otto.“ Otto: „Ernst.“ Ernst: „Und?“Otto: „Muss.“ Ernst: „Bei dem Wetter.“ Otto: „Und sonst?“ Ernst: „Doch.“ Otto: „Zuhause auch.“ Das Wunderbare an diesem Gespräch: Hier ist nicht ein Wort zu viel und keines zu wenig. Am Beispiel von Ernst und Otto erleben wir auf klassisches Weise, wie wir Sauerstoff sparen, auf jede ausschweifende Rede verzichten und einander doch das Wesentliche im Leben anvertrauen können.

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