Im MGB Roadster gehen die Eheleute Nentwig auf große Tour durch Europa

dzOldtimer-Serie

Das ist kein Oldtimer, der in der Garage steht und nur bei Sonnenschein ein paar Kilometer rund ums Dorf gefahren wird. Mit ihrem MGB Roadster sind Nentwigs quer durch Europa unterwegs.

Lünen

, 29.04.2019, 05:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der legendäre MGB Roadster von Burghard Nentwig hat in seiner über 40-jährigen Lebenszeit schon einiges erlebt. Jetzt steht der Wagen in der Garage bei Burghard und Angelika Nentwig. Und wenn die beiden Lust auf Urlaub haben, dann sind sie natürlich mit ihrem MGB in Europa unterwegs.

Viele Jahre Arbeit investiert

Einst war der MGB Roadster das meistverkaufte Cabriolet in den Vereinigten Staaten von Amerika, gebaut im Vereinigten Königreich, und trotzdem ein Linkslenker. Der Zweisitzer erschien erstmals im Mai 1962.

Im MGB Roadster gehen die Eheleute Nentwig auf große Tour durch Europa

Der MGB Roadster von Burghard Nentwig ist ein echter Hingucker. © Blandowski

„Im Jahre 2006 hat mein Sohn Thomas den Wagen, Baujahr 1973, aus dem Sauerland mitgebracht, zu uns hier nach Lünen“, erzählt Nentwig. Das Cabriolet mit dem schwarzen Verdeck hatte 42.000 Meilen (knapp 68.000 Kilometer) auf dem Tacho und war in einem schlechten Zustand. „Fünf Jahre später habe ich den Wagen übernommen und alles, bis auf den Motor, saniert. Ein Jahr habe ich in meiner Garage daran gearbeitet“, so der stolze Hobbybastler und Oldtimerliebhaber.

Britische Eleganz

Heute ist der silberfarbene Wagen mit seinem 90-PS-Motor ein echter Hingucker. Ausgestattet mit aufgepolsterten schwarzen Ledersitzen versprüht der Wagen britische Eleganz. Der Choke, die Innenbeleuchtung, das Gebläse, die Heizung, die Bremskontrollleuchte sowie die drei (!) Scheibenwischer an der Frontscheibe sind einfach per Knopfdruck zu bedienen. Ebenso die ausfahrbare Antenne und das gute alte Analog-Blaupunkt-Radio „Frankfurt“.

Im MGB Roadster gehen die Eheleute Nentwig auf große Tour durch Europa

Der MGB Roadster überrascht mit drei Scheibenwischern. © Blandowski

Chromstoßstangen, die vier Speichenräder, vorne seitwärts gelbe Blinker, dafür hinten seitwärts ein rotes Abblendlicht, original nach amerikanischem Muster und mit deutscher TÜV-Abnahme, sorgen für britisches Flair. Ein Doppelvergaser sowie ein Tank für 42 Liter Super laden zum Fahrspaß ein.

In der Kurve wie eine Seifenkiste

„Mein MGB ist sportlich und wendig. Aber in den Kurven fährt er wie eine Seifenkiste, aufgrund der Blattfederung im hinteren Bereich“, weiß Burghard Nentwig, der auf eine Servolenkung in seinem Fahrzeug verzichten muss.

Passend zum englischen Roadster hat sich der Lüner Oldtimerfan auch eine englische Kappe sowie eine Lederjacke zugelegt. Beide Utensilien dürfen auf einer Spritztour selbstverständlich nicht fehlen.

Fahrt nach Kroatien geplant

„Mit dem Wagen haben meine Frau Angelika und ich schon einige Touren absolviert. 2012 ging es durchs Altmühltal, bis zum Bodensee und ins Elsass, danach eine Besichtigung der Burgen am Mittelrhein und zurück nach Lünen. Ein Jahr später waren wir am Gardasee und in Venedig. Alles ohne Probleme mit dem MGB. Demnächst planen wir eine Tour nach Kroatien“, hofft Burghard Nentwig auf eine weitere erlebnisreiche Fahrt mit seinem Oldtimer aus dem Jahr 1973.

Wir stellen in unserer Serie Oldtimer und ihre Besitzer aus Lünen vor. Wenn Sie auch ein altes Schätzchen in der Garage oder der Scheune stehen haben, melden Sie sich gerne per Email an lokalredaktion.luenen@ruhrnachrichten.de bei uns.
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