Holz als Hobby: Mit Säge und Bohrer entstehen stabile Futterhäuser

dzSeit 30 Jahren

Mit Holz hatten sie ursprünglich nichts im Sinn. Doch längst ist der Bau von Insektenhotels oder Nistkästen ihr Hobby. Seit 30 Jahren wird gesägt. Die Holzarbeiten sind gefragt.

Brambauer

, 17.06.2020, 10:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

In 30 Jahren sind die sieben Hobbybastler der „ZwAR-Holzgruppe Brambauer“ zu Experten für den Bau von Nistkästen, Insektenhotels oder Futterhäusern geworden. Auch an Oster- oder Weihnachtsdekorationen wird gefeilt. Die Geschichte der Gruppe ist geprägt von Kreativität und Gemeinschaft.

Anfangs wurde Holzspielzeug gebaut, auch Möbel für Kitas und Schulen bekamen wieder Feinschliff. Damals hatten die Gründungsväter Lothar Darm, Klaus Friebe, Helmut Wojtek und Bruno Nadolny in die Räume der Volkshochschule eingeladen.

Brücke zwischen Vorruhestand und Rente

„Die meisten unserer Mitglieder hatten eigentlich mit Holz nichts im Sinn. Die Gruppengründung war für uns alle ein guter Brückenschlag zwischen Vorruhestand und dem Eintritt in die Altersrente“, sagt Mitglied Rainer Göckl. Im Laufe der Zeit sei man ein Team geworden.


Auch während der "Corona-Zeit" sind die "ZwAR-Holzgruppenmitglieder" Raimund Böhm, Rainer Glöckl und Herbert Reckmann (v.l.) ab und an mit Abstand aktiv.

Auch während der "Corona-Zeit" sind die "ZwAR-Holzgruppenmitglieder" Raimund Böhm, Rainer Glöckl und Herbert Reckmann (v.l.) ab und an mit Abstand aktiv. © Blandowski

Inzwischen hat die Gruppe den dritten Standort. Nach der VHS Lünen ging es 2008 in eine Hinterhofwerkstatt nach Brambauer an der Königsheide/Kreuzung Rudolfstraße. Dort kam der Bau von Nistkästen, Insektenhotels und Futterhäusern dazu. Inzwischen finden sich die Werkzeuge unterhalb der Arbeitsloseninitiative Brambauer (AIL). „Unsere Produkte können sich durchaus sehen lassen“, so Rainer Glöckl bei einem Rundgang durch den Werkstattraum. Dort unten, in der einstigen Sauna und Bade- und Massageabteilung der Brambauer Zeche Minister Achenbach, geht es jeweils donnerstags zwischen 14 und 18 Uhr an die Arbeit. Kreis- und Bandsägen, Fräsen und Bohrmaschinen werden in Gang gesetzt. Am Ende gibt`s den Feinschliff.

Kunden auch außerhalb Lünens

Mit einem jährlichen „Tag der offenen Tür“ stellt die Holzgruppe ihre Arbeit vor. Auch auf dem Weihnachtsmarkt Rudolfstraße in Brambauer, an einem Stand auf dem Brami-Fest sowie im Gartencenter Dahlke zeigen die Hobbybastler ihre Werke. „Wir sind ein eingespieltes Team. Kameradschaft und gegenseitiges Aushelfen ist für uns eine Selbstverständlichkeit“, erklärt Raimund Böhm. In den 30 Jahren hat sich die Holzgruppe einen Kundenstamm aufgebaut auch über Lünen hinaus.

Einen Wunsch hat die „ZWAR-Holzgruppe Brambauer“: Sie sucht ein geeignetes Schaufenster in Brambauer für ihre Ausstellungsstücke. In der Corona-Zeit haben die Mitglieder eine Pause eingelegt. Aber mit Abstand wird mitunter auch an einzelnen Produkten gearbeitet.

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