Hohe Temperaturen, hoher Zerstörungsgrad: Erste Erkenntnisse zum Brand auf dem Schäferhof

dzErmittlungen nach Feuer

Zum zweiten Mal innerhalb von 13 Jahren wütete Ende Juli ein Feuer auf dem Schäferhof Konze in Alstedde. Ein leeres Wohnhaus und eine Scheune brannten komplett ab. Der Schaden ist riesig.

Alstedde

, 20.08.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Ermittlungen zur Ursache des verheerenden Brandes am Sonntag (28. Juli) auf dem Schäferhof Konze in Lünen-Alstedde gestalten sich schwierig - es gibt aber schon erste Erkenntnisse.

Wie ein Sprecher der Polizei am Freitag (16. August) auf Anfrage unserer Redaktion sagte, „liegen (bislang) keine Hinweise auf eine Straftat vor“.

Was soviel heißt wie, dass nach bisherigem Ermittlungsstand Brandstiftung als Brandursache ausgeschlossen werden kann.

Technischer Defekt, Selbstentzündung?

Ursächlich für das Großfeuer „könnte ein technischer Defekt sein“, sagte der Polizeisprecher weiter: „Denkbar ist auch, weil es ja an dem Tag des Brandes und an den Tagen davor ziemlich heiß war, dass sich Strohballen selbst entzündet haben.“

Bis die genaue Ursache des Feuers feststeht, bis das Gutachten dazu fertiggestellt ist, können nach Angaben des Sprechers „noch einige Wochen ins Land gehen“. Nicht ohne Grund: „Die Ermittlungen sind gar nicht so einfach. Das liegt an den extrem hohen Brand-Temperaturen, die bei dem Feuer vorherrschten, und dem hohen Zerstörungsgrad.“

„Keine leichte Sache“

Das mache die Sache für die Brandermittler nicht gerade einfacher, sagte der Polizeisprecher. Und dass es sich bei dem entstandenen Sachschaden um einen hohen sechsstelligen Betrag handele.

Wie bereits berichtet, hatten sich ein Brandsachverständiger und Experten der Polizei zwei Tage nach Ausbruch des Feuers am Dienstag (30. Juli) mehrere Stunden auf dem Hof an der Alstedder Straße aufgehalten. „Die Untersuchungen haben wegen der Größe des Areals längere Zeit in Anspruch genommen, jetzt wird das Gutachten erstellt“, hieß es damals.

Teil des Wohnhauses eingestürzt

Nach Informationen unserer Redaktion waren bei den Ermittlungen zur Brandursache Teile des bei dem Großfeuer völlig ausgebrannten Wohnhauses eingestürzt.

Dazu hatte eine Polizeisprecherin auf Anfrage erklärt: „Es stimmt, dass da etwas eingestürzt ist. Was, wissen wir aber nicht. Zu dem Zeitpunkt war unser Fachdienst schon nicht mehr vor Ort, nur noch der Sachverständige.“

Hohe Temperaturen, hoher Zerstörungsgrad: Erste Erkenntnisse zum Brand auf dem Schäferhof

Eine Momentaufnahme vom Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Hof Konze an der Alstedder Straße Ende Juli. © Storks

Dem Brand Ende Juli fielen das unbewohnte Wohnhaus und eine Scheune zum Opfer. Hingegen konnten die Wohncontainer, in denen die Familie Konze seit einem Brand auf dem Hof im Januar 2006 lebt, gerettet werden. Die Familie war zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Feuers nicht auf dem Hof.

Die ganze Familie sei gegen neun Uhr morgens zu einer Taufe nach Holtwick im Kreis Coesfeld gefahren, hatte Seniorchef Thomas Konze (59) nachmittags im Gespräch mit unserer Redaktion vor Ort erklärt.

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