Hochzeitsgesellschaft behindert Retter nach Unfall mit zwei Verletzten in Lünen-Süd

Unfall mit Kind

Ein junger Werner hat am Sonntag in Lünen-Süd mit seinem Auto ein Kind aus Schwerte erfasst. Die Rettungsmaßnahmen wurden durch eine Hochzeitsgesellschaft massiv behindert.

Lünen-Süd, Werne

, 08.07.2019, 16:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hochzeitsgesellschaft behindert Retter nach Unfall mit zwei Verletzten in Lünen-Süd

An dieser Kreuzung ereignete sich der Unfall. Gäste einer Hochzeitsgesellschaft sollen die Retter behindert haben. © Quiring-Lategahn

Nach ersten Ermittlungen trat am Sonntag (7. Juli) gegen 22.20 Uhr ein 22-jähriger Autofahrer aus Werne an der Kreuzung Bebelstraße/Ecke Jägerstraße in Lünen-Süd mächtig aufs Gas. Das berichtete die Polizei am Montagnachmittag. Der junge Mann wollte demnach von der Jägerstraße in Richtung Innenstadt auf die Bebelstraße abbiegen.

Dabei überholte er einen vor ihm stehenden Rechtsabbieger und erkannte dann einen auf der Fahrbahn knieenden achtjährigen Jungen wohl zu spät. Trotz einer Notbremsung erfasste er das Kind. Dabei wurde der Junge aus Schwerte verletzt.

Ein Rettungswagen brachte ihn später in ein Krankenhaus. Eine Angehörige des Jungen erlitt einen Schock. Bei der Erstversorgung der Verletzten kam es, so die Polizei, zu massiven Behinderungen durch Gäste einer Hochzeitsfeier im Haus Bäcker, zu denen wohl auch der Junge gehörte.

Polizei erteilte Platzverweise und drängt Personen ab

Umstellt von etwa 100 Teilnehmern der Feier waren die Rettungskräfte bemüht, die sichtlich unter Schock stehende Frau zu versorgen.

Gäste der Feier behinderten zudem den Rettungsdienst derart stark, dass auch die Versorgung des verletzten Kindes nicht sofort möglich war.

Erst als Polizisten die Gesellschaft lautstark aufforderten, den Unfallbereich zu räumen, einzelne Personen abdrängten und Platzverweise aussprachen, konnte der Rettungsdienst die Verletzten ungestört weiter versorgen. Die Kreuzung war bis 23.10 Uhr gesperrt.

Bereits in der Nacht zu Samstag (6. Juli) war es im Seepark Horstmar zu Behinderungen von Rettungskräften gekommen: Zunächst wehrte sich der vermeintliche Patient heftig, anschließend bedrohte eine Gruppe von rund 30 Personen die herbeigerufene Polizei.

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