Hausarzt-Suche in Brambauer: So sollen künftig alle Patienten in Heimen versorgt werden

Seniorenheim-Plätze in Gefahr

Weil eine Frau keinen Hausarzt in Brambauer fand, musste sie ihren Heimplatz aufgeben. Das soll künftig nicht mehr passieren. Denn es hat sich etwas verändert in Brambauer.

Lünen

, 03.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Hausarzt-Suche in Brambauer: So sollen künftig alle Patienten in Heimen versorgt werden

Die Ärzte in Brambauer haben sich neu organisiert. Jetzt, so heißt es, werden auch alle Menschen in Pflegeheimen versorgt. © Unsplash

Über diesen Fall haben wir im Februar berichtet: Eine 93-jährige Frau wollte in ein Seniorenheim nach Brambauer ziehen. Einen Platz hatte sie auch schon. Einziehen konnte sie trotzdem nicht. Denn sie fand keinen Hausarzt, der sie im Seniorenzentrum betreute.
Dieser Fall war kein Einzelfall, andere haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Das Problem, das sagten die Ärzte damals: Zu wenig Ressourcen. Solche Härtefälle soll es in Zukunft nicht mehr geben.

Patienten werden jetzt „innerhalb von zwei bis drei Tagen versorgt“

Das sagt jetzt Dr. Johannes Püschel, selbst junger Hausarzt in Brambauer. „Die Situation ist gesichert. Alle Patienten, die neu in Pflegeheime kommen, werden innerhalb von zwei bis drei Tagen versorgt.“

Wie das geht? Alle Ärzte in Brambauer haben sich zum sogenannten Medicus-Verbund zusammengeschlossen. „Nach der Berichterstattung haben wir uns zusammengesetzt und uns kritisch hinterfragt“, sagt Püschel. „Wir haben Abläufe optimiert und dadurch mehr Ressourcen geschaffen.“ Konkreter wird er auf Nachfrage nicht.

Insgesamt 206 Patienten momentan im System

Über den Medicus-Verbund würden momentan 206 Patienten in den beiden Brambauer Pflegeheimen Minister Achenbach und An der alten Gärtnerei versorgt, sagt Püschel.

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