An der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule steht eine große Baustelle an. © Felix Püschner
Campus Lünen Süd

Großbaustelle Käthe-Kollwitz-Gesamtschule: Schüler müssen umziehen

Rund um die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule soll der neue Campus Lünen-Süd entstehen. Dafür müssen einige Schüler weichen. In Zeiten von Corona ist die Sanierung eine logistische Herausforderung.

An der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule wird fleißig gewerkelt: Nachdem im vergangenen Jahr der alte D-Trakt abgerissen wurde, geht es nun an den Bau einer neuen Turnhalle und einer Kita auf dem Gelände. Das Hauptgebäude der Gesamtschule wird ab dem kommenden Monat energetisch saniert. Ein Jahr lang sollen die Arbeiten andauern. Doch wohin mit den Schülern in dieser Zeit?

Schüler in Containern

Die Oberstufenschüler wurden bereits in die ehemalige Overbergschule ausgelagert. Die Schüler der 5. und 10. Klasse ziehen dafür in das Oberstufengebäude. „So können die Zehntklässler schon einmal Oberstufenluft schnuppern. Wir hoffen, dass es ihnen gefällt und möglichst viele von ihnen bleiben“, sagt Schulleiter Reinhold Bauhus.

Die restlichen Schüler der Klassen 6 bis 9 ziehen jeweils für ein halbes Jahr in ein Containerdorf, das auf der Fläche des ehemaligen D-Traktes entstehen soll – die eine Hälfte ab Oktober, die andere ab März. Die Fläche wurde dafür bereits geschottert. Bisher wisse man jedoch noch nicht, wie groß die Container sind und wie viele Fenster sie haben. Für die Container musste die Schule ein eigenes Corona-Hygienekonzept erstellen. Dafür steht ein extra Sanitär-Container bereit.

Corona ist eine zusätzliche Baustelle

„Corona ist quasi eine zweite Baustelle, die die Verteilung der Schüler etwas schwieriger macht. Aber das kriegen wir hin“, zeigt sich Bauhus optimistisch. So müsse man beispielsweise noch überlegen, wie die Pausenzeiten und Laufwege im Containerdorf arrangiert werden sollen. Da die Schüler auf verschiedene Standorte verteilt wurden, sind die Wege für die Lehrer weiter. Zudem muss es jeweils Pausenaufsichten geben.

Die Oberstufenschüler müssen nun ein Jahr lang pendeln: Während die meisten Fächer in der alten Overbergschule unterrichtet werden können, sind die Fachräume in der Gesamtschule. Rund 700 Meter müssen die Schüler dann laufen – dadurch fallen die Pausen für sie etwas kürzer aus. Wenn die Bauarbeiten im Oktober 2021 beendet sind, dürfen sie zurück in ihren Oberstufentrakt ziehen.

Eine Baustelle bringt natürlich auch Lärm mit sich: Während der Baulärm von der neuen Kita und der Turnhalle noch weit genug vom Hauptgebäude entfernt ist, wird es im Hauptgebäude im Zuge der Sanierung laut. Besonders treffe es da das Lehrerzimmer und den Verwaltungstrakt.

„Wir schauen, wie wir mit dem Baulärm umgehen, wenn es so weit ist“, sagt Bauhus. Besondere Sorgen macht er sich dabei nicht: „Wir haben schon eine Brandschutzsanierung hinter uns, die insgesamt drei Jahre gedauert hat. Wir sind da erprobt. Und dafür, dass wir eine schöne Schule bekommen, nehmen wir das gerne auf uns.“

Über die Autorin
Volontärin
Geboren in Hamm, dann ausgezogen in die weite Welt: Nach ausgiebigen Europa-Reisen bin ich in meine Heimat zurückgekehrt und berichte nun über alles, was die Menschen in der Gegend gerade bewegt.
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Sylva Witzig

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