Gestorben: Trauer um den Lüner Helmut Schmidt

Engagierter Bürger

Trauer um einen auf vielen Feldern engagierten Lüner: Helmut Schmidt ist am Dienstag im Alter von 83 Jahren gestorben. Um ihn trauern viele Freunde und Weggefährten, vor allem aber die Familie des Mannes, dessen große Leidenschaft seine Zoohandlung und die Aquaristik waren.

LÜNEN

, 01.09.2017, 18:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gestorben: Trauer um den Lüner Helmut Schmidt

Der Lüner Helmut Schmidt starb im Alter von 83 Jahren.

Geboren wurde Helmut Schmidt 1933 in einem Haus an der Bäckerstraße, an der er später erfolgreich eine große Zoohandlung führte. Seine Eltern hatten anfangs eine Drogerie, die sie 1920 gründeten. Das erste Tier war ein Goldfisch im Glas. Schmidt absolvierte eine Ausbildung an der Drogistenakademie in Braunschweig.

Später wurde aus der Firma „Hugo Schmidt“ eine Zoohandlung, die Schmidt 1971 übernahm. Schmidt baute an der Kupferstraße dazu noch ein weiteres, erheblich größeres Geschäft, das er 1976 eröffnete und 1992 verkaufte. Den Laden an der Bäckerstraße vermietete er.

Vorträge über Aquaristik gehalten

Die Aquaristik war aber nicht nur beruflich für Schmidt wichtig. Auch im Ruhestand ließ ihn die Beschäftigung mit Fischen nicht los. So war er in vielen Ämtern engagiert im Zentralverband zoologischer Fachbetriebe, bei der „Biologisch Orientierten Naturschutz-Aktion“, im Verband deutscher Aquarien- und Terrarienvereine und im Arbeitskreis Meerwasser Ruhrgebiet Ost Lünen. Schmidt holte auch mehrere Meerwasser-Symposien nach Lünen, in den Hansesaal, hielt Vorträge über Themen der Aquaristik. Seit 1958 war er Mitglied im Aquarienverein Vivarienfreunde Altlünen.

Mehr als 62 Jahre lang war Schmidt in der 3. Kompanie des Schützenvereins Lünen von 1332 aktiv, zuletzt im Rang eines Oberleutnants. Von 1994 bis 2004 war er Kompanieführer, seit 2004 Ehrenkompanieführer. Für das Bataillon war Schmidt bis 2015 als Archivar tätig. Er erhielt zahlreiche Verdienst- und Ehrenabzeichen, darunter die Kölner Medaille im Jahr 1999 und das Ehrenzeichen in Silber des Westfälischen Schützenbundes 2006. Maßgeblich beteiligte er sich an Aktionen der Schützen zugunsten der Stadtkirche St. Georg. Deshalb bittet die Familie auch anstelle von Blumen- und Kranzspenden um Spenden für die Stadtkirche.

Als Stadtführer durch Lünen geführt

Geschätztes Mitglied war er auch im Kegelclub „Böse Buben“, in der Kleinmärker Nachbarschaft, bei den Stammtischen „Goldene Löwe“ und „Lüner Bürger“ sowie im Seniorenkreis Handwerk.

Während seiner aktiven Zeit als Geschäftsmann war er viele Jahre Vorsitzender des Vereins fürWirtschaft und Verkehr (VWV), dem Vorgänger des City Rings. Seit 1995 brachte er Lünen als Stadtführer interessierten Besuchern näher. Als Regional-Guide war er 2010 im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr aktiv.

Termin
Die Trauerfeier mit anschließender Beisetzung ist am Dienstag, 5. September, um 10 Uhr in der Trauerhalle des Kommunalfriedhofes Altlünen, Cappenberger Straße 153. Die Schützen treffen sich um 9.45 Uhr an der Trauerhalle zum letzten Geleit.

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