Geräumtes Haus in Brambauer nach Strom-Pfusch bald wieder bewohnbar

dzDiesterwegstraße

Die Stadt hat im Februar 2019 ein Haus an der Diesterwegstraße in Brambauer geräumt - es gab gravierende Brandschutz-Mängel. Noch immer ist das Haus unbewohnt. Aber ein Ende ist in Sicht.

Lünen

, 12.06.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war ein Donnerstagabend im Februar 2019, als Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr an die Tür des Hauses an der Diesterwegstraße 33 klopften. Am Vormittag hatte die Stadt bei einer unangekündigten Begehung „gravierende Brandschutzmängel“ festgestellt. Am Abend mussten alle Menschen, zu dem Zeitpunkt waren das 25, das Haus verlassen.

Auch heute, ein Jahr und bald vier Monate später, leben immer noch keine Menschen in dem Gebäude. Eine lange, leere Zeit, die wohl bald ein Ende haben wird: „Unseres Wissens nach sind die Mängel soweit beseitigt worden“, berichtet Stadtsprecher Benedikt Spangardt. Momentan fehle nur die „Bescheinigung eines Gewerks“, dann könne das Haus wieder freigegeben werden.

Viele wollten eigentlich zurück

Für manche der Bewohner hatte die Stadt schon damals ein Ausweichquartier zur Verfügung gestellt, eine Unterkunft in Lünen-Süd. Viele der insgesamt 30 Betroffenen waren über Monate dort geblieben. „Überall war Feuerwehr und Polizei“, hatte sich einer später im Gespräch mit dieser Redaktion an den Abend erinnert. Es habe wohl Probleme mit der Elektrizität und dem Gas gegeben.

Viele, meinte der Mann weiter, wollten wieder zurück an die Diesterwegstraße in genau das Haus.

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Manche haben sich aber offenbar mittlerweile erfolgreich umorientiert, wie Spangardt berichtet. „Die meisten haben eine Wohnung gefunden.“ Lediglich einer Familie, fünf Personen, sei das noch nicht gelungen. „Wie bei allen wohnungslosen Menschen in Lünen sind wir bestrebt, dass auch diese Familie eine Wohnung findet.“

Schwierige Situation am Wohnungsmarkt

Dabei leiste die Stadt auch Hilfe: „Die Kolleg*innen begleiten und unterstützen auch bei der Suche, aber die Situation am Wohnungsmarkt ist nicht einfach.“

Rund 40 Einsatzkräfte waren bei der Räumung im Februar 2019 vor Ort, darunter auch Dolmetscher. Viele der Bewohner gehörten zur Volksgruppe der Roma und sprachen nur wenig Deutsch.

Die Evakuierung selbst verlief dann problemlos, alle Bewohner verhielten sich besonnen und ruhig. Das Haus wurde in der Zeit nach der Räumung überwacht, damit die Bewohner nicht doch wieder zurückkehren.

Nach Hinweisen auf mögliche Unsicherheiten hatte die Stadt das Gebäude erst kontrolliert, es wurden auch andere Häuser überprüft.

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