Genossen vor Ort freuen sich, dass die SPD ihr soziales Profil schärfen will

Generalsekretär Klingbeil in Lünen

Zurück zu den sozialdemokratischen Wurzeln: SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil präsentierte bei einem Besuch in Lünen das Positionspapier „Zukunft in Arbeit“. Und bekam Lob dafür.

Brambauer

, 17.03.2019, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Genossen vor Ort freuen sich, dass die SPD ihr soziales Profil schärfen will

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil (3.v.r.) mit den örtlichen Mandatsträgern (v.l.) Mario Löhr, Rainer Schmeltzer, Michael Makiolla, Brigitte Cziehso, Michael Thews und Oliver Kaczmarek. © Michael Blandowski

Im Technologiezentrum Lüntec ging es am Freitagabend (15. März) um Bundespolitik. Aber mit den Inhalten wollen die Genossen vor Ort punkten. Der SPD-Unterbezirk Unna hatte Generalsekretär Lars Klingbeil eingeladen. Er stellte das Konzept „Zukunft in Arbeit“ vor, das für die SPD einen Strategiewechsel bedeutet.

12 Euro Mindestlohn

Bürgergeld statt Hartz IV, Erhöhung des Mindestlohnes auf 12 Euro/Stunde, verlängerter Bezug von Arbeitslosengeld I, Recht auf Weiterbildung und faire Grundrente sind Stichworte aus dem Papier, mit dem die SPD das soziale Profil schärfen möchte.

„Wir haben den Blick nach vorne gerichtet und fokussieren uns wieder auf das Soziale. Sozusagen zurück unseren Wurzeln“, erklärte Lars Klingbeil, der darüber hinaus auch baldige Verbesserungen in der Pflegeversicherung in Aussicht stellte.

„Die Botschaft halte ich für richtig“

„Ich finde es gut, dass er den Weg hier zu uns gefunden hat. Auch die Botschaft, zurück zu den sozialdemokratischen Wurzeln halte ich für richtig. Wir als Partei sollten unser Profil wieder schärfen“, meinte Gerd Oldenburg, SPD- Kreistagsabgeordneter aus Brambauer.

Ähnlich äußerte sich der Lüner Bundestagsabgeordnete Michael Thews:

„Wir haben hier bei uns viele Menschen mit niedrigen Einkommen. Ich befürworte und unterstreiche die Vorschläge“. Auch der Lüner Landtagsabgeordnete und ehemalige NRW-Arbeitsminister Rainer Schmeltzer begrüßte die neue soziale Ausrichtung seiner Partei.

40.000 empfangen Transfer-/Sozialleistungen

Bundestagsabgeordneter Oliver Kaczmarek, als Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Unna Ausrichter der Veranstaltung, erläuterte, dass derzeit circa 40.000 Menschen im Kreis Unna Empfänger von Transferleistungen beziehungsweise Sozialleistungen seien.

„Wir zeigen klare Kante und geben einen klaren Kurs vor. Es gibt über unsere Forderungen eine Debatte in der CDU/CSU. Auch einige Kollegen der Konservativen halten unsere Vorschläge durchaus für akzeptabel und sinnvoll“, hofft Lars Klingbeil auf ein Einlenken des Koalitionspartners und eine zügige Umsetzung.

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