Ins Restaurant Zum Hubertus ist wieder Leben eingekehrt. Nach der schwierigen Corona-Zeit können nun alle Bereiche wieder komplett genutzt werden. Alle 14 Tage gibt es sogar einen Tanztee für Senioren. © Schützenverein von 1332
Gastronomie

Gastwirt Michael Schlottke setzt nun ganz auf „Zum Hubertus“ in Lünen

Die Corona-Zeit machte Gastronomen erfinderisch: Auch den Lüner Koch Michael Schlottke. In Olfen servierte er unter der dicken Eiche, im „Zum Hubertus“ in Lünen im Biergarten. Jetzt läufts anders.

Michael Schlottke ist ein lebensfroher Mensch. Den Kopf in den Sand zu stecken ist darüber hinaus ebenfalls nicht seine Art. Das Beste aus jeder Situation zu machen – diese Fähigkeit half ihm durch die für den Gastronomen besonders schwere Corona-Zeit.

Doch jetzt, mit den vielen Möglichkeiten, die es wieder gibt, ist der Koch und Inhaber des Restaurant „Zum Hubertus“ mehr als zufrieden. „Mir geht es sehr, sehr gut“, sagt Michael Schlottke. „Wir haben nun auch den Innenbereich in Betrieb nehmen können und der Außenbereich wird sehr gut angenommen“, freut er sich.

„Zum Humbertus“-Pächter Michael Schlottke steht vor dem Eingang des wiedereröffneten Biergartens in Lünen. © Ute Vellmer © Ute Vellmer

Seit dem 1. Januar ist er der neue Wirt des Restaurants „Zum Hubertus“, das an der Moltkestraße gleichzeitig das Schützenvereinsheim ist. Zum ersten Mal Gäste bewirten konnte Schlottke aber erst Ende Mai. Eine lange Durststrecke, die er mit Erfindungsreichtum und einer Gulaschkanone in Olfen überbrückte.

Gulaschkanone ist eingemottet

„Diesen Lieferservice haben wir nun eingestellt“, sagt Schlottke – und bedauert es. Denn die Gründe für die Einstellungen sind betriebswirtschaftliche. „Das war leider nicht berechenbar und nicht wirklich planbar“, erklärt Schlottke. „Ich muss ja auch davon leben können – und dann mache ich lieber eine Sache richtig.“

Deshalb spielt die Musik für Michael Schlottke jetzt im Hubertus – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Alle 14 Tage veranstaltet er dort nämlich einen Tanztee für ältere Menschen. „Die Dankbarkeit, die einem da entgegengebracht wird, die macht auch mich froh“, sagt Schlottke. „Da wird dir noch auf die Schulter geklopft und man dankt dir für den schönen Tag“, freut sich der Wirt.

Alle 14 Tage Tanztee

Zwischen 15 und 30 Paare sind es alle 14 Tage, die dann zu Live-Musik und Kaffee und Kuchen in den Tanzpausen drei Stunden im Hubertus verbringen. „Da kommt richtig Stimmung auf. Wir hatten auch schon eine Polonaise durch die Kneipe und den Biergarten“, erinnert sich Schlottke lachend.

Mietkoch Michael Schlottke unter der dicken Eiche in Olfen.
Mietkoch Michael Schlottke unter der dicken Eiche in Olfen. © Sylvia vom Hofe © Sylvia vom Hofe

Auch im klassischen Restaurantbetrieb habe er viele ehemalige Kunden zurückgewinnen können – und auch so mancher Olfener käme nun zum Essen zu ihm nach Lünen. „Die positiven Rückmeldungen sind toll, aber auch die wenigen negativen, die es gibt, verleiten mich dazu, besser zu werden. Ich möchte ja meine Kunden bei mir bewirten und verwöhnen. Und da muss man offen und ehrlich zueinander sein.“

Pläne für die Zukunft

So zufrieden Schlottke nun auch auf die vergangenen Monate zurückblickt, „es einfach laufen zu lassen war noch nie unser Ding“. Diverse Pläne für weitere Veranstaltungen hat Schlottke, darunter ein Open-Air-Rock-Konzert an Halloween und eine Art Weihnachtsmarkt zur Weihnachtszeit – parallel zum laufenden Geschäft. Und dazu gehört auch nach wie vor das Ruhrpott-Catering.

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