Antonio Rizzo und seine Tochter Joséphine. Rizzo hofft, dass Restaurants bald wieder öffnen dürfen. © Claeßen (A)
Restaurants und Corona

Gastronomie in Lünen hält noch am To-Go-Geschäft fest

Lüner Restaurants setzen im Corona-Lockdown auf das To-Go-Geschäft. Wie lange noch, steht in den Sternen. Richtig Geld lässt sich damit aber nicht verdienen, wie ein Gastronom zu bedenken gibt.

Die Lüner Gastronomen tun alles, um Lockdown und Krise entgegenzuwirken. Dafür setzen sie auf das To-Go-Geschäft und bieten ihre Speisen zum Abholen an – und das mit Erfolg. Ein Blick auf die Facebook- und Internetseiten der Lüner Lokale zeigt: Die Gastronomie ist noch immer präsent, auch wenn sie schon über mehrere Wochen nicht aus dem Vollen schöpfen kann.

Das Restaurant Riepe bietet auch weiterhin Speisen zum Abholen an und hält über Facebook die Kunden auf dem Laufenden – mit ständig wechselnden Menüs und Sonderaktionen. Zum Valentinstag etwa gibt es ein Sondermenü, das bis zum Freitag (12.1.) bestellt werden kann. Andere Lokale wie das Carlos bieten gar keine Speisen zum Abholen an, etwa weil diese nicht in gleicher Qualität beim Kunden ankommen wie frisch serviert im Restaurant.

Extraspeisen neben der regulären Karte

Ein weiterer Gastronom ist Antonio Rizzo, Inhaber des Bella Italia an der Dortmunder Straße in Lünen. Auch er bietet als Reaktion auf die Krisensituation schon seit einiger Zeit To-Go-Service an – auch über die Weihnachtsfeiertage konnte man bei ihm Speisen bestellen und abholen. Neben der regulären Speisekarte wird auch eine Extrakarte angeboten.

Dennoch sei es kein Vergleich zum regulären Betrieb – und auch der erste Andrang für das Abholgeschäft ist vorbei. „Es ist in der Woche viel weniger mit der Abholung. Am Wochenende kommt immer ein bisschen mehr“, sagt Rizzo. Von der üblichen Stammkundschaft des Lokals komme ein Teil regelmäßig, um Essen zur Abholung zu bestellen. „Momentan haben wir hauptsächlich offen, um den Kontakt zu unseren Stammgästen zu haben – und sodass man selbst auch etwas zu tun hat.“

Weinverkauf neben Speisen zum Mitnehmen

Neben den Speisen verkauft Rizzo auch Weine – unter anderem auch die, die im Restaurant normalerweise zum Essen dazu bestellt werden können. Das sei eine weitere Einnahmequelle, die sich im Vergleich zu vorher gesteigert habe. Die Weine erhalten eine hohe Nachfrage. „Ich denke, das kommt daher, dass lokale Weingeschäfte geschlossen haben und die Leute mehr zuhause sind und auch mehr Wein konsumieren“, sagt Rizzo.

Doch trotz Weinverkauf und Stamm-Bestellern bleibt Rizzo realistisch: „Wenn der Lockdown noch länger als vier bis sechs Wochen gehen wird, dann würde ich vorübergehend schließen“, sagt er. Und fügt hinzu: „Ohne eventuelle Hilfe kann es das Bella Italia nicht schaffen.“

Über die Autorin
Volontärin
Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
Zur Autorenseite
Denise Felsch

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.