Furchtlose Nordmänner

LÜNEN Die Wikinger sind schon ein furchtloser Haufen. "Wir haben gerader einen Franken erbeutet. Der liegt jetzt im Häuptlingszelt von Torhall Schiefnase Gamblason."

von Von Dieter Hirsch

, 08.07.2008, 19:13 Uhr / Lesedauer: 1 min

Gemeinsam mit Blechschreck (Pascal) und Blechschaden (Christian) sorgt er dafür, dass die feindlichen Franken respektvoll Abstand halten.

Gemeinsam mit Blechschreck (Pascal) und Blechschaden (Christian) sorgt er dafür, dass die feindlichen Franken respektvoll Abstand halten.

Die drei Helden gehören zu 105 Kindern aus dem Kreis Unna, die in der Ökologie-Station Umweltzentrum eine Woche lang im Jahre 825 lebe. Wikinger und Franken stehen sich gegenüber...

Mutmachlieder

"Vor uns, den starken Franken, wird jeder Feind schnell wanken", stimmen die Franken ein Lied an, bei dem den Wikingern die Knie schlottern sollen.

Aber die Kampfkunst steht nicht im Mittelpunkt des Historischen Spiels, wie die fränkische Gräfin Adelinde erzählt.

Sie leitet mit Graf Walla eine fränkische Siedlung, "Curtis" genannt. Die Kindern lernen das Leben in mittelalterlichen Zeit kennen. Küchendienst gehört auch dazu.

Kochen und abwaschen

"Wir sind Bedienstete am Hof und müssen in der Küche helfen. Das bedeutet Kochen und abwaschen", erzählt Audavera, die eigentlich Lea heißt und acht Jahre alt ist. Gegessen wird, was im Mittelalter bekannt war.

Kartoffeln, Zucker und Spaghetti gehörten nicht dazu. Stattdessen gibt es Erbsensuppe und Hackfleischbällchen mit Pilzsoße.

Audofleda (Mariam, 17) und Bertrada (Inga, 18) könne sich über mangelnde Arbeit nicht beklagen. "Wir stellen Schmuck her", erzählen sie und zeigen Ohrringe, Ketten und Ringe, die sie bereits hergestellt haben.

"Das Leben vor 1200 Jahren macht Spaß" finden die beiden Künstlerinnen.

"Spaß macht es schon", findet auch Gerold, der 14 ist und eigentlich Oskar heißt. Aber wirklich leben möchte er dann doch nicht im Mittelalter.

Spannendes Finale

Eine knappe Woche tauchen die Kinder ab in die Rollen der Wikinger und Franken. Freitag brechen sie die Zelte ab.

Aber da, so munkelt man an den Lagerfeuern, soll es noch einmal hoch hergehen zwischen Wikingern und Franken...

 

  

Lesen Sie jetzt