Für ihre ehrenamtliche Arbeit im Stadtrat bekommen die Politiker eine Aufwandsentschädigung. Die erhöht sich für den Vorsitz einer Fraktion oder eines Ausschusses. Auch Arbeit in Gremien wird vergütet. © Peter Fiedler (A)
Seniorenbeirat

Fünf Monate nach der Kommunalwahl: Lüner Gremium immer noch nicht am Start

Eigentlich hätte der neue Lüner Seniorenbeirat längst seine Arbeit aufgenommen. Doch auch hier grätscht Corona dazwischen. Deshalb dauert es noch einige Zeit, bis das Gremium aktiv wird.

Normalerweise ist der zeitliche Start eines neuen Seniorenbeirats mit dem des Lüner Rates verknüpft. Doch wegen Corona müssen sich die Interessenvertreter der älteren Generation noch weiter gedulden, bevor sie ihre Arbeit aufnehmen können. Auch wenn der neue Lüner Rat schon mehrmals getagt hat.

Der Seniorenbeirat wird nicht direkt von den älteren Lünern gewählt. Die Mitglieder werden von Parteien, Wohlfahrtsverbänden und anderen Institutionen benannt. „Diese Benennungen laufen, bis auf eine Rückmeldung sind alle da“, so Nicole Liese, bei der Stadt Lünen Geschäftsführerin des Beirats.

Die vorgeschlagenen Mitglieder müssen in der Ratssitzung am 11. März noch bestätigt werden. Da alle Fraktionen im Lüner Rat Mitglieder in den Seniorenbeirat entsenden, wird zum ersten Mal auch ein Vertreter der AfD im Beirat mitarbeiten.

Digitale Informationsveranstaltung

Bevor jedoch der Rat über die Besetzung abstimmt, gibt es vorher noch eine Informationsveranstaltung sowohl für die neuen Mitglieder als auch für diejenigen, die sie entsenden. Das Ganze findet in Zusammenarbeit mit Barbara Eifert von der Landesseniorenvertretung statt und zwar am 25. Februar. „Aufgrund von Corona werden wir diese Veranstaltung allerdings digital anbieten“, sagt Annette Goebel, Koordinatorin für Altenarbeit der Stadt Lünen.

Dabei geht es darum, wie der Seniorenbeirat aufgebaut ist und was man sonst so an Grundlagenwissen über das Gremium braucht. Denn es wurden viele neue Mitglieder von den Verbänden und Institutionen benannt. Annette Goebel: „Aber es werden auch noch einige erfahrene Mitglieder wieder dabei sein.“ Es sei eine gute Mischung, die der Rat noch absegnen muss. Auch einige Jüngere rücken wieder nach.

Der schwierigste Einstieg bisher

Einfach sei der Start insgesamt für den neuen Beirat nicht. „Es ist wohl der fünfte Beirat, den ich begleite und es ist sicher der schwierigste Einstieg, den wir jemals hatten“, so Annette Goebel mit Blick auf Probleme, die aufgrund der Pandemie bewältigt werden müssen. So hatten Vereine beispielsweise Schwierigkeiten, Vertreter zu benennen, einfach, weil sie sich nicht treffen können.

Im April ist dann die konstituierende Sitzung des Beirats geplant. Dann soll auch der Vorstand gewählt werden. Nicole Liese: „Wir müssen abwarten, ob das Ganze dann mit Präsenz möglich ist oder ob wir über Alternativen nachdenken müssen.“ Auch die Vertreter des Beirats in den Ratsausschüssen müssen bestimmt werden sowie auch die Arbeitsgruppen und deren Mitglieder. Weil einiges an Aufgaben auf den Beirat wartet, wird er wohl auch in diesem Jahr viermal tagen, auch wenn der Startschuss für die Arbeit erst im April fallen kann.

Über die Autorin
Redaktion Lünen
Beate Rottgardt, 1963 in Frankfurt am Main geboren, ist seit 1972 Lünerin. Nach dem Volontariat wurde sie 1987 Redakteurin in Lünen. Schule, Senioren, Kultur sind die Themen, die ihr am Herzen liegen. Genauso wie Begegnungen mit Menschen.
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Beate Rottgardt

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