Frachtschiff brennt: spezieller Einsatz für die Feuerwehr Lünen

Stadthafen Lünen

Zu einem besonderen Einsatz rückte die Lüner Feuerwehr am Mittwochmorgen im Stadthafen aus. Es brannte auf einem Frachtschiff - das brachte besondere Herausforderungen mit sich.

Lünen

, 05.08.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
In diese enge Luke mussten die Einsatzkräfte klettern.

In diese enge Luke mussten die Einsatzkräfte klettern. © Feuerwehr

Einen speziellen Einsatz musste die Lüner Feuerwehr am Mittwochmorgen (5.8.) gegen halb sieben im Lüner Stadthafen bewältigen. Auf einem dort liegenden Frachtschiff war es zu Rauchentwicklung gekommen, es brannte offenbar.

Einsatzleiter Stephan Dörnbrack berichtet am Mittag, dass der Rauch im vorderen Bereich des Schiffes zu beobachten war, nach Auskunft des Kapitäns beim vorderen Bugstrahlruder. Die Maschine sei auf Hochtouren gelaufen und ließ sich offenbar auch nicht abschalten.

Ein Trupp der Berufsfeuerwehr ist schließlich unter Atemschutz zum Brandherd vorgestoßen. Das war gar nicht so einfach, der betroffene Bereich war nur über eine enge Luke zu erreichen. Unter Deck war alles so stark verraucht, dass Dörnbrack von „Nullsicht“ spricht.

Weitere Optionen standen bereit

Unten angekommen hätten die Feuerwehrleute schließlich gesehen, dass eine Ölwanne gebrannt habe. Zum Löschen reichte ein einfacher ABC-Löscher. Ein weiterer Trupp wartete an der Luke und hätte zur Rettung der Kameraden eingreifen können.

Die weiteren Optionen musste die Feuerwehr dann nicht mehr ziehen: „Plan B wäre es gewesen, den Schiffsbereich mit Schaum zu fluten“, sagt Dörnbrock. Wasser hingegen sei wegen des hohen Gewichts auf einem Schiff nicht infrage gekommen.

Das betroffene Schiff nach dem Einsatz.

Das betroffene Schiff nach dem Einsatz. © Goldstein

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