Die Innenstadt in Lünen war an Silvester wie leergefegt. © Günther Goldstein
Silvester und Neujahr

Feuerwerk über Lünen? Nicht alle haben verzichtet zum Jahreswechsel

Das Verkaufsverbot für Böller und strenge Kontrollen sollten für ein ruhiges Silvester sorgen. Wir waren in der Nacht unterwegs und haben in Lünen und Brambauer nachgeschaut, ob das gelang.

Kaum Knaller, weniger Einsätze und ganz neue Geräusche, so war Silvester in Lünen 2020.

Schon vor dem 31.12. hatte sich ein anderes Silvester als gewöhnlich angekündigt. Das bundesweite Verkaufsverbot für Böller und Raketenfeuerwerk sollte Zusammenkünfte verhindern und die Krankenhäuser entlasten, die sonst oft von Finger- und Handverletzungen belegt wurden. Das Verkaufsverbot war kontrovers diskutiert worden. Offenbar haben Lünerinnen und Lüner aber auch in diesem Jahr einen Weg gefunden, an Böller zu kommen.

Es wurde zwar deutlich weniger geknallt, aber ganz darauf verzichten konnten doch nicht alle. Verboten war zwar der Verkauf. Wer aber etwa noch Feuerwerk aus dem Vorjahr hatte, durfte das zünden. Gegen Wunderkerzen und Kinderfeuerwerk hatte ohnehin niemand etwas.

Auch für die Größe der privaten Silvesterfeiern – andere gab es sowieso nicht – hatte das Land NRW wie schon zu Weihnachten geänderte Regeln erlassen: „Private Treffen im öffentlichen Raum sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt zu reduzieren. Maximal dürfen sich aber fünf Personen treffen, wobei Kinder bis einschließlich 14 Jahre bei der Berechnung der Personenzahl nicht mitzählen.“ Auch das Trinken von Alkohol im Freien war durch die Corona-Maßnahmen verboten. Die Stadt Lünen hatte ihre Bürger dazu aufgerufen, auf Feierlichkeiten zum Neujahr zu verzichten: „Die Stadt Lünen appelliert daher an alle Bürgerinnen und Bürger, auch im Privaten auf Partys vollkommen zu verzichten.“

Ein ruhiger Abend für Polizei und Feuerwehr

Ein Appell, der ankam: Die von einigen befürchteten Großpartys oder andere Massenansammlungen gab es Lünen nicht. Die Polizei Dortmund vermeldet auf Anfrage einen ruhigen Silvesterabend in Lünen: „Es war ein ganz ruhiger Abend.“ Polizeipräsident Gregor Lange bedankte sich in einer Pressemitteilung: „Die übergroße Mehrheit hat tatsächlich Verantwortung übernommen und Solidarität gezeigt. Sie sind zu Hause geblieben und haben die ausgewiesenen Verbotszonen beachtet. Das stimmt mich für 2021 sehr optimistisch“

Die Innenstadt und auch das Zentrum in Brambauer waren zum Jahreswechsel bis auf einige wenige Menschen wie leergefegt. Auch die Feuerwehr Lünen meldet keine Einsätze zu Silvester.

In den Sozialen Medien von Lünen gab es vereinzelt Beschwerden über laute Nachbarn oder Böller, es überwogen jedoch die Neujahrswünsche. Auch die Stadt Lünen wünschte allen auf Facebook ein frohes neues Jahr: „Das Jahr 2020 war ganz anders, als wir es uns alle gewünscht haben. Hoffen wir deshalb alle gemeinsam, dass das Jahr 2021 besser wird. Die Kollegen der Stadtverwaltung wünschen euch ein gutes und vor allem gesundes neues Jahr!“

Über die Autorin
Volontärin
Jahrgang 2000. Ist in Bergkamen aufgewachsen und nach Dortmund gekommen, um die große, weite Welt zu sehen. Überzeugte Europäerin mit einem Faible für Barockmusik, Politik und spannende Geschichten
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Nora Varga

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