Silvester 2020 in Lünen wird wohl etwas anders aussehen als in den Jahren zuvor. © Goldstein
Silvester

Feuerwerk an Silvester: Diese Regeln gelten 2020 in Lünen

Wegen der Corona-Krise gibt es für den Jahreswechsel 2020/2021 ein paar mehr Regeln als sonst an Silvester. Was genau ist in Lünen erlaubt - und was nicht? Dazu Fragen und Antworten.

Das Jahr, das durch die Corona-Krise wohl in die Geschichte eingehen wird, endet bald: Wie so vieles 2020 werden die Silvesterfeiern aber wohl etwas anders aussehen als in „normalen Jahren“. Welche Regeln gelten – gerade in Bezug auf das traditionelle Feuerwerk – zu Silvester in Lünen? Hier gibt es Antworten

Von Stadt zu Stadt sind die Regeln in NRW zu Feuerwerks-Verboten ja etwas unterschiedlich. Wie genau sieht es in Lünen aus?

In Lünen gibt es kein Feuerwerk-Verbot, wie Benedikt Spangardt, Pressesprecher der Stadt Lünen, auf Anfrage der Redaktion erklärt: „Mit der Coronaschutzverordnung wurden den Städten zwar ermöglicht, auf öffentlichen Flächen das Abrennen von Feuerwerk durch Verbraucher zu verbieten. Davon hat die Stadt Lünen aber keinen Gebrauch gemacht.“ In der Stadt gibt es, das hatte die Stadt schon Anfang Dezember erklärt, keine Plätze oder Straßen, an denen es an Silvester regelmäßig zu großen Menschenansammlungen kommt.

Was allerdings überall verboten ist, ist der Verkauf von Silvester-Feuerwerk, oder?

Ja, das sieht die die Coronaschutzverordnung so vor. Allerdings gibt es durchaus Unterschiede, auf die Benedikt Spangardt hinweist. „Grundsätzlich muss man bei Feuerwerk zwischen verschiedenen Gefahrenklassen unterscheiden: F1 bis F4. Die Kategorien F3 und F4 dürfen nur an lizensierte Pyrotechnikerinnen und Pyrotechniker verkauft werden und werden generell nicht an Verbraucherinnen und Verbraucher abgegeben“, erklärt er weiter. Anders ist das bei der Kategorie F2: Hier ändert das Bundesinnenministerium in diesem Jahr die Sprengstoffverordnung – der Verkauf von F2-Feuerwerk (Kleinfeuerwerk wie Silvester-Raketen und Böller) an Verbraucher wird dann für Silvester 2020 verboten. Das Abbrennen ist aber weiterhin erlaubt. In die Kategorie F1 fallen beispielsweise Knallerbsen, Wunderkerzen oder Tischfeuerwerk. „Hier wurde in diesem Jahr nichts geändert. Diese Gegenstände dürfen also weiter verkauft werden und nach unseren Beobachtungen tun das viele Verkaufsstellen auch, teils mit offensiver Werbung (mutmaßlich, weil sie kein F2-Feuerwerk verkaufen dürfen)“, erklärt der Lüner Pressesprecher.

Wird in Lünen denn kontrolliert, ob sich alle Händler an das Verbot halten?

Ja, auch das erklärt Benedikt Spangardt. Das Ordnungsamt ist für die Kontrolle zuständig. Bisher seien aber noch keine Verstöße festgestellt worden.

Wie sieht es denn eigentlich im privaten Bereich aus? Gibt es da auch Verbote in Bezug auf Feuerwerk, die ich an Silvester beachten sollte?

Nein, die gibt es nicht. „Wie eigentlich immer in der Coronaschutzverordnung sind die Regeln auf den öffentlichen Raum ausgerichtet“, erklärt Benedikt Spangardt. Vom Land NRW gibt es aber zumindest eine Bitte an die Bevölkerung: „Es wird dringend empfohlen, auch auf das private Feuerwerk zu Hause zu verzichten und bereits gekaufte Feuerwerkskörper nicht zu zünden. Damit können Verletzungen vermieden werden, die das derzeit ohnehin sehr stark belastete Gesundheitssystem zusätzlich in Anspruch nehmen würden“, heißt es auf der Homepage der Landesregierung.

Gibt es denn vom im Lockdown geltenden Kontaktverbot an Silvester – ähnlich wie an Weihnachten – eine Ausnahme?

Nein, an Silvester gelten die gleichen Kontaktbeschränkungen wie im Rest des Dezembers (von Weihnachten angesehen). Dazu erklärt das Land NRW: „An Silvester und am Neujahrstag gilt: Private Treffen im öffentlichen Raum sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt zu reduzieren. Maximal dürfen sich aber fünf Personen treffen, wobei Kinder bis einschließlich 14 Jahre bei der Berechnung der Personenzahl nicht mitzählen.“

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Marie Rademacher

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