Feuer im Krankenhaus: Mehr als 100 Menschen proben den Ernstfall - Einsatzkräfte zufrieden

dzGroßübung der Feuerwehr

Es ist ein Szenario, wie man es sich auf keinen Fall wünscht, und gerade deshalb war es so wichtig, dass es das am Freitagabend am St. Marien Hospital gab: ein Großbrand - eine Übung.

Lünen

, 14.09.2019, 12:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor wenigen Tagen gab es in einer Klinik in Düsseldorf einen Brand, bei dem ein Patient ums Leben kam, etliche weitere Menschen auf der betroffenen Station wurden zum Teil schwer verletzt. Ein aktueller Anlass mehr, um solche Szenarien bei der Feuerwehr zu proben.

Eine solche Großübung stand bei der Lüner Feuerwehr am Freitagabend auf dem Trainingsplan. In der voll belegten Station 8A des Klinikums war in einem Technikraum ein Brand ausgebrochen. Rauch breitete sich aus und drang in die Patientenzimmer. Die Station war zu diesem Zeitpunkt mit 25 Patienten belegt, es gab Besucher in den Zimmern und natürlich medizinisches Personal. Das bemerkte die Rauchentwicklung und löste um 19.11 Uhr über den Feuermelder Alarm aus. Per Telefon wurde das Haus alarmiert.

40 Statisten sorgten für ein realistisches Bild

Dieses Szenario hatten Tim Kewitz und Holger Wehland von der Berufsfeuerwehr Lünen zusammen mit Michael Göpfert vom Krankenhaus ausgearbeitet und vorbereitet. Rund 40 Statisten besetzten demnach die vorgesehenen Positionen, ausgestattet mit einem Schild auf dem ihre Funktion und ihre Krankheit zu lesen war.

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So sah es bei der Großübung der Feuerwehr im St. Marienhospital aus

So sah es bei der Großübung der Feuerwehr im St. Marienhospital aus
14.09.2019
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Großübung der Feuerwehr© Goldstein
Großübung der Feuerwehr© Goldstein
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Großübung der Feuerwehr© Goldstein
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Großübung der Feuerwehr© Goldstein
Großübung der Feuerwehr© Goldstein
Großübung der Feuerwehr© Goldstein
Großübung der Feuerwehr© Goldstein
Großübung der Feuerwehr© Goldstein
Großübung der Feuerwehr© Goldstein
Großübung der Feuerwehr© Goldstein
Großübung der Feuerwehr© Goldstein
Großübung der Feuerwehr© Goldstein
Großübung der Feuerwehr© Goldstein
Großübung der Feuerwehr© Goldstein
Großübung der Feuerwehr© Goldstein
Großübung der Feuerwehr© Goldstein
Großübung der Feuerwehr© Goldstein
Großübung der Feuerwehr© Goldstein
Großübung der Feuerwehr© Goldstein
Großübung der Feuerwehr© Goldstein
Großübung der Feuerwehr© Goldstein
Großübung der Feuerwehr© Goldstein
Großübung der Feuerwehr© Goldstein
Großübung der Feuerwehr© Goldstein

Als der Alarm ausgelöste, machte sich zuerst das dreiköpfige Stationsteam aus Arzt und Schwestern daran, die ersten Patienten aus dem bedrohten Bereich zu evakuieren. Wer selber laufen konnte wurde in die Station 8B geführt, wer liegen musste, wurde samt Bett in den Flur geschoben. Weitere Patienten wurden mit Hilfe von Bergetüchern über den Balkon in Sicherheit gebracht.

Einsatzkräfte aus dem gesamten Stadtgebiet

Nach wenigen Minuten trafen dann auch die ersten Feuerwehrkräfte ein, die mit Ausnahme des Löschzuges 3 aus dem gesamten Stadtgebiet zum Marienhospital zusammen gekommen waren. Die einzelnen Löschzugführer informierten sich beim Klinikpersonal über die Anzahl der Menschen im Brandbereich und ihre Lage.

Dann rückten die Rettungskräfte vor, die mit Atemschutz ausgerüstet waren. Menschenrettung war die oberste Priorität und sorgte in Anbetracht der vielen Betroffenen zu vielen parallelen Aktionen und zu sehr lebhaften Szenen. Die Arbeit für die Feuerwehrkräfte war schwer und schweißtreibend. So wurden die Einsatzkräfte immer wieder ausgewechselt um Trink- und Erholungspausen zu bekommen.

Feuer im Krankenhaus: Mehr als 100 Menschen proben den Ernstfall - Einsatzkräfte zufrieden

Für die Einsatzkräfte der Feuerwehr war die Übung eine schweißtreibende Angelegenheit. © Günther Goldstein

Auf dem Flur der Station spielten sich teils dramatische Szenen ab

Während die Rettung über den Balkon ablief konnte in dem abgeschotteten Flur die Brandquelle erfolgreich bekämpft werden. Die liegenden Patienten befanden sich nun alle im Flur der Station 8B. Dort spielten sich bei einigen zum Teil dramatische Szenen ab. Zwei „Patienten“ mussten mit Herzdruckmassagen wiederbelebt werden. Andere hatten Schockzustände und wurden von herbeigerufenem medizinischen Personal betreut.

Mit einem grünen Schein ins Erdgeschoss

All jene, die für okay befunden wurden bekamen einen grünen Schein umgehängt und durften mit dem Fahrstuhl ins Erdgeschoss fahren. Dort wurden sie von Feuerwehrkräften empfangen und registriert, so lange, bis feststand, dass alle Menschen aus dem betroffenen Brandbereich in Sicherheit sind und medizinisch betreut werden.

Über 100 Menschen waren an dieser Übung beteiligt

Insgesamt waren an dieser Übung 110 Menschen beteiligt, sechs Löschzüge aus Lünen kamen zum Einsatz. Organisator Tim Kewitz stellte am Ende fest „wir sind zufrieden. Alle Übungsziele wurden erreicht und die Zusammenarbeit zwischen Krankenhauspersonal und Feuerwehr hat gut funktioniert. Vielen Dank an alle Beteiligten“.

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