Fahren ohne Fahrerlaubnis: Verteidigungsstrategie eines Lüners bricht vor Gericht zusammen

Gerichtsprozess

Ohne Führerschein in eine Polizeikontrolle zu geraten, ist schlecht. Das ganze zu wiederholen, ist noch schlechter. Vor Gericht kam einem 36-jährigen Lüner dann eine weitere schlechte Idee.

von Sylvia Mönnig

Lünen

, 23.09.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Fahren ohne Fahrerlaubnis: Verteidigungsstrategie eines Lüners bricht vor Gericht zusammen

Wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ist ein 36-jähriger Lüner vor Gericht gelandet. © picture alliance/dpa

Seine Fahrerlaubnis war entzogen, doch das hielt einen Lüner nicht davon ab, sich trotzdem hinter das Steuer zu setzen. Er wurde zwei Mal erwischt. Vor dem Amtsgericht versuchte der 36-Jährige nun erst, sich rauszureden. Ohne Erfolg.

Am 11. Juli 2018 wurde die Fahrerlaubnis des Lüners wegen Neigung zum Betäubungsmittelkonsum eingezogen. Er konnte es offenbar dennoch nicht lassen. Ende Oktober geriet er auf der Kurt-Schumacher-Straße in eine Kontrolle, und einen guten Monat später in eine weitere in Bergkamen - und das alles unter laufender Bewährung.

Fahren ohne Fahrerlaubnis in zwei Fällen wurde ihm nun zur Last gelegt. Er berief sich über seinen Verteidiger auf zwei Schreiben, in denen ihm andere, spätere Fristen mitgeteilt worden seien, ab wann er nicht mehr fahren dürfe. Als er die Richterin damit nicht überzeugen konnte, verwies er auf seinen tschechischen Führerschein.

Doch auch der entpuppte sich im Hinblick auf Gültigkeit als Fehlanzeige. Nach einem Gespräch mit seinem Rechtsanwalt auf dem Gerichtsflur lenkte der Angeklagte ein, räumte seine Taten umwunden ein und gab zu, er habe sich herauswinden wollen. „Es tut mir wirklich leid. Ich werde mich bessern in Zukunft.“ Die Richterin nahm ihn beim Wort und beließ es in diesem Fall noch einmal bei 3000 Euro Geldstrafe.

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