Fahrbahn in akuter Not: „Es besteht die Gefahr, dass die Straße uns wegbricht“

dzKonrad-Adenauer-Straße

Klarer geht eine Ansage kaum: Beigeordneter Arnold Reeker fand deutliche Worte, als er im Ausschuss für Stadtentwicklung den Zustand eines Teils der Konrad-Adenauer-Straße beschrieb.

Lünen

, 12.09.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Konrad-Adenauer-Straße zwischen Lippebrücke und der Kreuzung Borker Straße macht angesichts der hohen Belastung durch Fahrzeuge schlapp: Die Fahrbahn muss schleunigst erneuert werden. An der Dringlichkeit ließ Arnold Reeker, Technischer Beigeordneter der Stadt Lünen, am Mittwochabend im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt keinerlei Zweifel.

Die Konrad-Adenauer-Straße ist vor 35 Jahren fertiggestellt worden. Seitdem rollen hier 19.500 Fahrzeuge täglich über diesen Abschnitt, der Anteil des Schwerlastverkehrs beträgt 3,5 Prozent.

Spontaner Totalverlust soll verhindert werden

Der Bereich am Lippebad wurde 2010 nach dem Bau des Bades neu gestaltet. Nach Angaben der Verwaltung ist es in dem Abschnitt zwischen Lippebrücke bis zur Kreuzung mit der Borker Straße in den letzten sechs Monaten „vermehrt zu erheblichen Schäden gekommen“.

Es hätten sich, so heißt es weiter in einer Vorlage für die Mitglieder des Ausschusses, „innerhalb kürzester Zeit kleine, unauffällige Schadensstellen zu massiven Schäden entwickelt“. Und: „Um einem spontanen Totalverlust der Konrad-Adenauer-Straße vorzubeugen, muss die Sanierung unbedingt kurzfristig erfolgen“.

Schotter ist in Ordnung, Asphaltschichten nicht

Im Mai hat man hat man sich die Fahrbahn und ihren Untergrund genauer angesehen. Ergebnis: Schotter- und Frostschutzschichten sind offenbar in Ordnung. Schuld am Zustand der Straße sind zum einen das hohe Verkehrsaufkommen und die Bitumenschichten der Fahrbahn, der Asphalt.

Damit die Straße künftig den Anforderungen gerecht wird, will man bei den bevorstehenden Bauarbeiten den Aufbau verändern: Die Schottertragschicht soll dünner werden, dafür die Bitumenschichten höher werden. inen Termin für die Arbeiten nannte die Verwaltung noch nicht.

Klar ist: Man geht von einer Bauzeit von rund drei Wochen aus. Eine Fahrspur soll immer nutzbar bleiben. Krankenhaus, Lippebad und Lippewohnpark sollen immer aus einer Richtung angefahren werden können. Kosten: rund 750.000 Euro. Anlieger werden nicht zur Kasse gebeten.

Fahrbahn in akuter Not: „Es besteht die Gefahr, dass die Straße uns wegbricht“

Nach dem Willen der Mehrheit im Ausschuss sollen die Parkmöglichkeiten hier auf der Konrad-Adenauer-Straße auch nach dem Umbau bleiben. © Goldstein

Parkstreifen oder mehr Platz für Radfahrer?

Diskussionen gab es im Ausschuss über den Vorschlag, die Parkmöglichkeiten am Straßenrand im Zuge der Sanierung wegzulassen und stattdessen Platz für Radfahrer zu schaffen.

Reeker befürwortete diese Lösung, fand aber keine Mehrheit. Arno Feller (CDU): „Hier parken viele Berufspendler.“ Es wäre etwas anderes, fügte er hinzu, wenn es im Zentrum eine Auffangfläche gebe als Ersatz für den inzwischen anders genutzten Lindenplatz. Letztlich sprach sich der Ausschuss mit Mehrheit dafür aus, den Parkstreifen zu erhalten.

Am Donnerstag (12.9.) entscheidet der Ausschuss für Sicherheit und Ordnung über das Gesamtvorhaben samt Empfehlung.

Lesen Sie jetzt