Nach Einbruchserie in Brambauer: „Bohrloch-Täter“ ruft den Bundesgerichtshof an

Landgericht Bochum

Das Urteil gegen den „Bohrloch-Einbrecher von Brambauer“ ist noch nicht das letzte Wort. Der Serieneinbrecher hat Revision eingelegt. Jetzt gehen die Akten zum Bundesgerichtshof (BGH).

Bochum/Lünen

, 27.06.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach Einbruchserie in Brambauer: „Bohrloch-Täter“ ruft den Bundesgerichtshof an

Der Angeklagte beim Prozessauftakt am Bochumer Landgericht. © Werner von Braunschweig

Die Aufsehen erregende Einbruchsserie mit einem „Bohrloch-Trick“ in Lünen-Brambauer und Umgebung wird zu einem Fall für den Bundesgerichtshof (BGH). Der Serientäter will seine Verurteilung nicht akzeptieren.

Wie berichtet, hatte das Bochumer Landgericht den 41-Jährigen am 7. Juni 2019 zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte hatte im Prozess zwölf Taten eingeräumt. Laut Geständnis war er bis zum Januar 2016 gemeinsam mit einem bereits im Juni 2017 ebenfalls zu viereinhalb Jahren Haft verurteilten Komplizen siebenmal in Waltrop, dreimal in Lünen-Brambauer und dazu noch jeweils einmal in Seelitz und Rochlitz (beides in Sachsen) in Wohnhäuser eingestiegen. Laut Urteil hatten die beiden Männer fast immer mit einem „Mini-Bohrer“ ein Loch in Fenster oder Türen gebohrt, waren eingebrochen und hatten Bargeld sowie Schmuck abgeräumt.

In seinem Geständnis hatte der 41-Jährige auch erklärt, vor den Taten stets Kokain konsumiert zu haben. Auch die Beute sei für den Erwerb neuer Drogen draufgegangen. Obwohl ein Sachverständiger eine parallele Einweisung in eine Entziehungsanstalt befürwortet hatte, war im Urteil davon abgesehen worden.

Durch das Einlegen von Revision ist das Bochumer Urteil nicht rechtskräftig. Mit einem Ergebnis beim BGH ist wohl frühestens Ende 2019 zu rechnen.

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