Ein Scheunenfund ist für Friedhelm Schäfer ein echter Schatz

dzOldtimer-Serie

Es ist erst zwei Jahre her, dass der 74-jährige Oldtimerfan sein Schätzchen in einer Scheune gefunden hat. Seitdem sind sie unzertrennlich, Friedhelm Schäfer und sein Opel Kadett B.

Brambauer

, 26.11.2018, 11:35 Uhr / Lesedauer: 1 min

Aus einem Scheunenfund wurde ein echter Schatz: Seit zwei Jahren ist Friedhelm Schäfer im Besitz eines legendären Opel Kadett B 1,2 Liter, Baujahr 1972.

„Wir haben den Wagen zufällig in der Nachbar-Bauernschaft gefunden. Danach habe ich den Karren wieder auf Vordermann gebracht. Die rote Lackfarbe poliert, ein wenig Facelifting betrieben und ruckzuck war der Opel wieder startklar.“ Das sagt der in Brambauer wohnende Rentner Schäfer.

Ohne Servolenkung

Ausgestattet ist der Oldtimer mit einem Riesenlenkrad – ohne Servolenkung –, mit manuellen Fensterhebern, mit nur einem Außenspiegel, dafür aber mit zwei Dreiecksfenstern links und rechts für frische Luft, einer Dreigangautomatik mit 60 PS und manuellen Bedienelementen. Auf dem Tacho hat der Wagen rund 120.000 Kilometer stehen.

Ein Scheunenfund ist für Friedhelm Schäfer ein echter Schatz

Auch nicht schlecht: Der Wagen von hinten. © Blandowski

Schwarze Kunstledersitze vorne und hinten, selbstverständlich ohne Kopfstütze, vorne und hinten eine Chromstoßstange mit Gummipuffer aus Aufprallschutz, keine Steckdose im Innenraum: Der Opel Kadett B ist schlicht. Der Kofferraum, für damalige Verhältnisse ziemlich groß, beinhaltet linksseitig den Reservereifen, rechtsseitig einen 40 Liter-Tank.

Die richtige Mischung in den Tank füllen

„Früher lief der Kadett nur mir verbleitem Benzin. Heute lautet die Mischung Super und ein wenig Bleizusatz, im Verhältnis 1:1000. Aber alles kein Problem. Die Mischung kriegen wir hin“, sagt der 74-jährige Oldtimerliebhaber.

Ein Scheunenfund ist für Friedhelm Schäfer ein echter Schatz

So sieht das analoge Armaturenbrett aus. © Blandowski

Originell und erwähnenswert ist auch das auf dem Rücksitz liegende Straßenkartenverkehrsverzeichnis aus dem Jahre 1972. Ein Relikt aus Zeiten ohne Navigationssystem.

Freie Fahrt mit H

Freie Fahrt auf allen Straßen garantiert die TÜV-Plakette, aufgeklebt am „H-Kennzeichen“ für „Historie.

Größte Hürde bei der Zulassung eines Fahrzeugs mit H-Kennzeichen ist nicht das Alter, obwohl der Fahrzeugtyp mindestens 30 Jahre auf dem Buckel haben sollte. Bei Beantragung des H-Kennzeichens muss ein Oldtimer-Gutachten vorliegen, das zuvor von einem anerkannten Sachverständigen durchgeführt werden muss.
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