In Lünen sind bislang fünf Personen mit der britische Coronavirus-Mutante B.1.1.7 infiziert. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Drei Lüner mit britischer Mutation infiziert: Alle liegen im Krankenhaus

Alle drei Lüner, die sich bisher mit der britischen Corona-Mutation infiziert haben, liegen im Krankenhaus. Einer davon auf der Intensiv-Station. Das Klinik-Personal geht noch penibler vor.

Als deutlich ansteckender gilt die britische Corona-Mutation B.1.1.7., mit der sich Stand Montagmorgen (22.2.) bisher drei Lüner infiziert haben. Alle drei, ein Ehepaar und ein weiterer Patient, liegen im Katholischen Klinikum Lünen/Werne (KKLW). Eine Person werde auf der Intensivstation behandelt. Die Erkrankung verlaufe im üblichen Rahmen.

Dr. Berthold Lenfers, Leiter des Covid-19-Koordinationsstabes des KKLW, erklärt, es sei noch nicht gesichert, dass die Erkrankung mit der britischen Variante schwerer verlaufe als gewöhnlich. Es gebe für diese Patienten auch keine gesonderte Therapie. Laut Robert Koch Institut könnten Patienten mit gleicher Erkrankung gemeinsam isoliert werden. Am St.-Marien-Hospital Lünen, das zum KKWL gehört, seien als Vorsichtsmaßnahme alle drei einzeln untergebracht. Dadurch verringere sich die Viren-Konzentration für das Pflegepersonal.

Intensivstation relativ voll

Lenfers ist froh über das wärmere Wetter, weil so häufiger gelüftet werden könne. „Wir gehen noch penibler vor“, erklärt Lenfers. Er rechnet damit, dass die Mutationen bundesweit zunehmen. Nach einer Untersuchung in Belgien vor vier Wochen sei die britische Variante über Schulkinder verbreitet worden. Wenn hierzulande die Schulen wieder öffnen, könnte die Infektionen mit der Mutante steigen. Neun Corona-Patienten werden momentan auf der Intensivstation versorgt. Damit sei der Bereich schon relativ voll.

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Redaktion Lünen
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Magdalene Quiring-Lategahn

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