Um drei Flaschen Wodka ging es vor Gericht. © picture alliance / dpa
Gericht

Drei Flaschen Wodka kosten Dieb in Lünen schließlich fast 1000 Euro

Ein Mann wollte in einem Supermarkt ein paar Flaschen Wodka mitgehen lassen. Das flog auf und kommt ihn nun teuer zu stehen. Das Verfahren musste allerdings kurzfristig ausfallen.

Bei dem Versuch, in einem Lüner Discounter unbemerkt Hochprozentiges zu klauen, wurde ein 61-Jähriger im Herbst 2020 offenbar direkt ertappt. Nun hätte er wegen Diebstahls vor Gericht stehen sollen. Von ihm fehlte jede Spur. Das hatte Folgen.

Drei Flaschen Wodka im Gesamtwert von knapp 15 Euro, so der Vorwurf gegen den Mann mit zahlreichen einschlägigen Vorstrafen und Hafterfahrung, steckte dieser im November vergangenen Jahres in dem heimischen Supermarkt in seine Tasche und wurde beobachtet. Als er dann versuchte, den Kassenbereich mit seiner Beute zu passieren, wurde er gestoppt. Seine Tat soll er danach sofort eingeräumt haben.

Angeklagter erscheint nicht zum Prozess

Nun hätte sich der 61-Jährige, der derzeit offenbar keinen festen Wohnsitz und lediglich eine Meldeadresse in Unna hat, in einem Prozess vor dem Amtsgericht verantworten sollen. Er erschien nicht zu seiner Verhandlung. Die Beteiligten warteten eine Viertelstunde ab. Als sich danach immer noch nichts tat, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft ein Strafbefehl erlassen. Für den gescheiterten Wodka-Diebstahl soll der Mann 900 Euro Geldstrafe zahlen. Falls er damit nicht einverstanden ist, hat er nach Zustellung des Strafbefehls zwei Wochen Zeit, um Einspruch einzulegen. Dann wird die Sache doch noch verhandelt – vorausgesetzt, er nimmt den Termin wahr.

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