Das Archivbild ist während der Abrissarbeiten auf dem Steag-Gelände entstanden. © Goldstein (A)
Meinung

Diskussion um Steag-Fläche ist öffentlich zu führen – ohne Wenn und Aber

Da bekommt ein SPD-Ratsherr Nervenzucken, weil er meint, dass über die Entwicklung der Steag-Fläche nur bedingt öffentlich gesprochen werden darf. Ohne Grund, wie unser Autor meint.

Ich würde wirklich zu gerne wissen, was an den öffentlichen Ausführungen von Lünens Technischem Beigeordneten im Wirtschaftsausschuss zur Entwicklung der Steag-Fläche so heiß, ja so brisant war, dass man, wie von einem SPD-Ratsherrn gesagt, davon Nervenzucken bekommen musste.

Lag es etwa an der Feststellung, dass mit der Ansiedlung von Gewerbe auf dem Steag-Gelände das Verkehrsaufkommen drumherum steigt und hier gegengesteuert werden muss?

Schwer vorstellbar, ist irgendwie logisch.

Lag es vielleicht daran, dass der Name von Hagedorns Joint-Venture Partner öffentlich genannt wurde?

Kann nicht sein. Dass es sich dabei um die DF Industrial Partners AG (Düsseldorf) handelt, hat unsere Redaktion schon vor Monaten berichtet. Der Name des Projektleiters ist auf der Hagedorn-Internetseite öffentlich nachzulesen.

Sollte es daran gelegen haben, dass einmal mehr deutlich wurde, dass die Stadt nur begrenzt Einfluss auf die Ansiedlungen nehmen kann?

Das ist ebenfalls nicht neu und schon gar nicht dazu geeignet, dass, da bin ich mir sicher, Lünens Bürgerinnen und Bürger Nervenzucken bekommen.

Ihnen gehen vermutlich eher die Nerven durch, wenn wieder einmal ein Politiker Dinge, die in die Öffentlichkeit gehören, mit seinesgleichen erst einmal hinter verschlossenen Türen besprechen will.

Über den Autor
Redaktion Lünen
Jahrgang 1968, in Dortmund geboren, Diplom-Ökonom. Seit 1997 für Lensing Media unterwegs. Er mag es, den Dingen auf den Grund zu gehen.
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Torsten Storks
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