Diskussion um 33 Wohnungen im Bereich des Kleinbecker Parks in Horstmar

Kontroverse Bürgerversammlung

Einigkeit herrschte nur in der Uneinigkeit. Während der Bürgerversammlung zur möglichen Bebauung der Grünfläche Kleinbecker Park prallten unterschiedliche Meinungen aufeinander.

Horstmar

, 09.03.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Diskussion um 33 Wohnungen im Bereich des Kleinbecker Parks in Horstmar

Der Kleinbecker Park: Die mögliche Bebauung sorgt für Diskussionen im Stadtteil. © Michael Blandowski

„Für uns als Stadt ist es durchaus einleuchtend, welche Bedeutung der Kleinbecker Park für den Stadtteil Horstmar hat“, erklärte Arnold Reeker (Technischer Beigeordneter), der Donnerstagabend (7. März) die Diskussion im Bürgerhaus Horstmar leitete.

Stadtplaner: Es gibt drei Alternativen

Stadtplaner Jörg Zimmermann hob hervor, dass eine Abwägung aller Vor- und Nachteile in in die Planungen einfließen solle: „Es gibt drei Alternativen für den Kleinbecker Park. Nichts tun, den Park erhalten, gekoppelt mit der Aufarbeitung der Grünfläche (Rodung kranker Bäume) oder die Umsetzung der Planung einer Teilbebauung mit 33 Wohnungen im hinteren Bereich. Alles ist möglich.“

Die endgültige Entscheidung über die Zukunft der Fläche im Besitz der Harpen AG treffe der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umweltschutz sowie darauf folgend der Rat.

Diskussion um 33 Wohnungen im Bereich des Kleinbecker Parks in Horstmar

Auf großes Interesse stieß am Donnerstagabend die Versammlung im Bürgerhaus zur Zukunft des Kleinbecker Parks. © Michael Blandowski

„Ich bin für den Erhalt des Parks. Das Areal ist eine Begegnungsstätte für Jung und Alt. Man könnte das Gelände durchaus aufforsten und ausbauen. Außerdem sehe ich den Baumbestand, anders als die Vertreter der Stadt, nicht als gefährdet“, so die Meinung von Petra Treser.

„Wir werden mit Phrasen eingelullt“

Die möglichen Teilbebauungspläne sieht auch Friedrich Angerstein (Arbeitskreis Umwelt und Heimat) äußerst kritisch: „Wir werden von der Stadt mit Phrasen eingelullt. Die Stadt hat zuletzt immer weitere Grünflächen zu Bau- oder Gewerbegebieten umgewandelt. Wir sollten unsere Grünflächen schützen.

Unterstützung erhielt er von Seiten der GFL. „Jedes Kleingrün im Park ist schützenswert. Ich bin eindeutig für die Erhaltung des Parks“, erklärte Andreas Dahlke.

„In Zeiten knappen Wohnraums durchaus sinnvoll“

Martin Püschel, SPD-Ratsherr, konnte dem vorgestellten Projekt hingegen durchaus positive Aspekte abgewinnen. „Wir bringen damit zwei Dinge in Einklang. Grünfläche und Wohnraum. In Zeiten von knappem Wohnraum, halte ich dieses Projekt durchaus für sinnvoll“, erklärte er.

Bürger Klaus Rausch findet eine Kombination aus Grünerhalt und Wohnbebauung durchaus okay, stemmt sich aber gegen eine komplette Abholzung der Fläche.

Laut Architekt Robert Weiß sind vier Flachdachgebäude, mit insgesamt 33 Wohnungen und 40 dazugehörenden Parkplätzen geplant. Ein Mittelweg zwischen Bebauung und Park sei ebenso vorgesehen wie die Durchforstung der Bäume.

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