Frank Thöne ist ein großer Apple-Fan. Er betreut in der Schule alle iPads. © Nora Varga
Digitalisierung

Der Apple König der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule: iPad Support vor Ort

Frank Thöne ist an seiner Schule nicht nur Lehrer, er kümmert sich auch noch um die iPads der Schule. Thöne ist auch nach vielen Jahren immer noch überzeugter Anhänger des Apple-Konzern.

Wer in das Büro von Frank Thöne kommt, der weiß schon auf den ersten Blick, was die große Leidenschaft des Lehrers ist: Apple. Ein Macintosh steht in der Ecke, Poster hängen über dem Schreibtisch, auf dem natürlich ein Mac steht. „Ich bin beschäftige mich ja schon seit 30 Jahren mit Apple“, erzählt der Lehrer für Geschichte und Sozialwissenschaften. Seine Leidenschaft kommt ihm jetzt zugute.

Die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule hat seit 2014 iPads. Mittlerweile sind es über 140 Geräte, die natürlich gewartet oder betreut werden müssen. Hier kommt der Apple-Kenner Frank Thöne ins Spiel. Er kümmert sich um die ersten Wehwehchen, die die Schüler mit ihren Geräten haben. Er öffnet eine Anwendung und kann alle iPads gleichzeitig sehen: „Ich kann den Standort ermitteln, Speicher- und Ladezustand einsehen oder Updates installieren.“

Schüler müssen Verantwortung tragen

Die Geräte der KKG teilen sich auf in die Geräte, die von Lehrern genutzt werden, die von der Oberstufe genutzt werden und die Geräte-Koffer. „Bei den Lehrer-Geräten halte ich mich weitestgehend raus“, erklärt Thöne. Die Schüler der 11. Klasse haben alle ein iPad, das sie immer mit nach Hause nehmen. „Da müssen die Schüler selbst schon Verantwortung tragen.“ Die Geräte der Oberstufenschüler kann Thöne zwar einsehen und kontrollieren, aber die Schüler können sehr eigenständig und individuell mit ihren iPads arbeiten. Lediglich wenn sie Apps installieren wollen, dann muss Thöne ihnen die Apps auf das Gerät laden. Langfristig wolle man die iPads in der Oberstufe auch in Klassenarbeiten als Taschenrechner nutzen, dafür muss man allerdings den Klausurmodus aktivieren.

Die letzte Gattung der iPads sind die Geräte, die in Koffern darauf warten, von Lehrern im Unterricht eingesetzt zu werden. In jedem Koffer liegen iPads, die von den Lehrern online reserviert werden können. Mit diesen iPads können zum Beispiel Fünftklässler in Erdkunde Karten ansehen oder in der 8. Klasse in Mathe Formeln dargestellt werden. Frank Thöne ist auch nach all den Jahren, die er sich um die iPads kümmert, begeistert von den Geräten: „Die funktionieren einfach. Es sind seit 2014 nur zwei Geräte kaputt gegangen, so etwas geht nur mit Apple.“

In diesen iPad-Koffern lagern die Geräte der Schule. Lehrer können die iPads so flexibel im Unterricht einsetzen.
In diesen iPad-Koffern lagern die Geräte der Schule. Lehrer können die iPads so flexibel im Unterricht einsetzen. © Nora Varga © Nora Varga

220-230 iPads benötigt

Eigentlich bräuchte die KKG aber noch deutlich mehr iPads. Um festzustellen, wie viele Kinder zuhause keine Geräte haben, hat die Schule eine Abfrage durchgeführt. Frank Thöne: „Es bräuchten 220-230 Schüler Geräte für zu Hause.“ Die Schule wird wahrscheinlich 140 iPads bekommen, die sie verteilen kann. Viele Kinder könnten zuhause gar nicht drucken oder haben nur Zugriff auf ein Handy. Wenn die Schüler mit den iPads im Netz der Schule sind, können sie deswegen auf verschiedenen Druckern Materialien ausdrucken.

Wenn es um die iPads geht, ist die KKG im Rahmen des finanziell Möglichen passabel ausgestattet. „Am schönsten wäre es natürlich, wenn jeder Schüler ein eigenes iPad hätte, aber das kann man finanziell nicht stemmen.“ Was laut Frank Thöne noch fehlt, sind die Projektionsflächen: „Wir brauchen dringend digitale Präsentationsflächen. Es fehlen Beamer und Whiteboards.“ Man habe sich zwar ein paar fahrbare Beamer selbst zusammengeschraubt, aber das seien keine langfristigen Lösungen.

Dieser mobile Beamer ist nur eine Notlösung, die Lehrer haben ihn selbst zusammengebaut.
Dieser mobile Beamer ist nur eine Notlösung, die Lehrer haben ihn selbst zusammengebaut. © Nora Varga © Nora Varga

Die Zusammenarbeit mit der Stadt sei gut ,erzählt Frank Thöne: „Es gibt da einen HelpDesk, an den ich mich wenden kann, wenn es meinen Zuständigkeitsbereich übersteigt.“ Er habe früher zwar immer wieder den Eindruck gehabt, dass die Stadt personell dünn besetzt sei, „in der letzten Zeit ist das aber besser geworden.“

Über die Autorin
Volontärin
Jahrgang 2000. Ist in Bergkamen aufgewachsen und nach Dortmund gekommen, um die große, weite Welt zu sehen. Überzeugte Europäerin mit einem Faible für Barockmusik, Politik und spannende Geschichten
Zur Autorenseite
Nora Varga

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.