Der Treppenlift an den Gleisen 3/4 soll Barrierefreiheit gewährleisten. Er ist aber defekt. © Görlich
Meinung

Defekter Treppenlift am Bahnhof ist untragbar und peinlich für Lünen

Dass sich die Stadt Lünen um eine nachhaltige Lösung für den Treppenlift bemüht hat, ist lobenswert. Zwei zusätzliche Monate ohne Reparatur sind aber untragbar, findet unser Autor.

Der Lüner Hauptbahnhof ist kein Schmuckstück. Das ist bekannt und wird sich auch erst in ein paar Jahren ändern. Bis dahin müssen Pendler mit den Gegebenheiten vor Ort noch klarkommen. Auch diejenigen, die eine Treppe eben nicht „mal eben“ hochlaufen können.

Dass die Stadt Lünen hier eine nachhaltige Lösung mit Safes und Euroschlüssel schaffen wollte ist löblich. Es hätte nicht nur das Problem mit Vandalismus gelöst. Mit dem richtigen Schlüssel wäre der Lift so rund um die Uhr nutzbar gewesen, statt zu den Öffnungszeiten der Radstation. Dass die veraltete Technik hier einen Strich durch die Rechnung macht, ist bitter, aber nicht zu ändern.

Kein „Plan B“ für bekanntes Problem

Es ist aber absolut untragbar, dass von der Idee, über die Feststellung bis hin zu einem neuen Reparaturauftrag fast zwei Monate vergehen. Der Treppenlift war auch schon im Juli seit mehreren Monaten defekt.

Das Problem ist auch nicht neu, wenn das Steuermodul mehrmals im Jahr ausgetauscht werden muss. Vor diesem Hintergrund hätte neben einer „nachhaltigen Lösung“ einfach einen „Plan B“ geben müssen.

Ich frage mich, was Menschen mit Gehbehinderung tun, die am Bahnhof Lünen ankommen und den Defekt oben am Gleis bemerken. Zurückfahren? Wahrscheinlich. Und nicht wiederkommen.

Über den Autor
Beruflicher Quereinsteiger und Liebhaber von tief schwarzem Humor. Manchmal mit sehr eigenem Blick auf das Geschehen. Großer Hang zu Zahlen, Statistiken und Datenbanken, wenn sie denn aussagekräftig sind. Ein Überbleibsel aus meinem Leben als Laborant und Techniker. Immer für ein gutes und/oder kritisches Gespräch zu haben.
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Matthias Stachelhaus

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