Am Lichtkranz der Skulptur „Europa“ blitzen in unregelmäßigen Abständen zwölf Sterne. © Goldstein
Europaplatz

Das hat es mit dem neuen Licht-Kunstwerk auf dem Europaplatz auf sich

Tag und Nacht funkeln die zwölf Sterne der neuen Lichtplastik „Europa“. Die Energie dafür liefert die Sonne. Am Freitag (23.7.) wird das Kunstwerk auf dem Europaplatz der Bevölkerung übergeben.

Tonnenschwer und acht Meter hoch ist die neue Lichtplastik „Europa“. Das Kunstobjekt, das inzwischen auf dem Europaplatz am Rathaus steht, ist ein schwerer Brocken. So wirkt es aber nicht. Leicht, fast schwebend, lässt die aufschwingende Stahlfigur an ihrem Lichterkranz zwölf Sterne funkeln. Bei Tag und Nacht, ohne Rhythmus. Energie der Sonne treibt das Lichtspiel an.

Der Förderverein für Kunst und Kultur hat mit der Europa Union, Stadtverband Lünen, das Kunstwerk initiiert. Als Sieger eines Wettbewerbs konnte der Berliner Künstler Jan-Peter E.R. Sonntag seine Idee umsetzen. Am Freitag (23.7.) wird die Lichtplastik an die Bevölkerung übergeben.

Eigentlich hätte das schon viel früher sein sollen, nämlich zur Europawoche im Mai. Doch Corona und neue Statikberechnungen haben für Verzögerungen gesorgt. Die Lichtplastik ist in Lünen hergestellt worden. Die Firmen Stahlbau Berkenkamp und die Vollmer GmbH, Spezialist für Korrosionsschutz, hatten die Arbeiten übernommen. Inzwischen ist das Kunstobjekt standsicher auf dem Europaplatz einbetoniert worden.

Die Lichtplastik „Europa“ wird am Freitag (23.7.) der Bevölkerung übergeben.
Die Lichtplastik „Europa“ wird am Freitag (23.7.) der Bevölkerung übergeben. © Goldstein © Goldstein

Autonom wie die Staaten Europas

Die aufstrebende Schlaufe mit dem Lichterkranz lässt dem Betrachter Raum für Interpretationen: Zwölf Sterne, so viele wie auf der Europa-Fahne sind, funkeln zufallsgesteuert. Jedes der zwölf Lichtsysteme ist autonom, so wie es die Staaten von Europa sind. Den europäischen Gedanken in Lünen verankern, das ist Sinn des Kunstwerks. Am 24. September werden Schulklassen eingeladen, um sich mit der Lichtkunst und mit Europa zu beschäftigen.

Das 50.000 Euro teure Objekt ist aus Fördermitteln, Sponsorengeldern und Eigenmitteln der Initiatoren finanziert worden. In einem Wettbewerb waren die Lüner aufgerufen, sich einen Namen zu überlegen. Es gab viele Ideen, von „Europaaufbruch“, „ad astra / zu den Sternen“, „Etoiles d’Europe“ oder „Umarmen“, um nur einige zu nennen. „Es war nicht einfach einen Namen zu finden, wenn man das Objekt noch gar nicht gesehen hat“, so Bernhard Schreiter, Vorsitzender des Fördervereins für Kunst und Kultur. Am Ende wollte der Vorstand es dem „Volksmund“ überlassen, wie er die Lichtplastik „Europa“ nennt.

Lichtkunst hat Tradition in Lünen

Das Werk reiht sich ein in weitere Lichtkunst-Objekte des Fördervereins. Dazu zählt der Flusswächter an der Lippe, das leuchtende Stadtzeichen am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB), das Kunstwerk Lichtblau hinter dem Rathaus und „Radial“ am südlichen Ende der Lange Straße. Eine Glaskuppel der Installationskünstlerin Christina Kubisch in Lünen-Süd ist leider mehrfach zerstört worden.

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Redaktion Lünen
Lünen ist eine Stadt mit unterschiedlichen Facetten. Nah dran zu sein an den lokalen Themen, ist eine spannende Aufgabe. Obwohl ich schon lange in Lünen arbeite, gibt es immer noch viel zu entdecken.
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Magdalene Quiring-Lategahn

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