Covid-Behandlungszentrum in Lünen wird am 5. Juni aufgelöst

dzCoronavirus

Das Lüner Covid-Behandlungszentrum zählt zu den drei Teststellen im Umkreis, die bis in den Juni geöffnet bleiben. Doch am Freitag (5.6.) soll auch hier der letzte Arbeitstag sein.

Lünen

, 19.05.2020, 09:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit das Covid-Behandlungszentrum der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) an der Altstadtstraße 23 Anfang April eröffnet wurde, sind dort 700 Corona-Verdachtsfälle behandelt worden.

Weil die Patientenzahlen zurückgingen, wurden Anfang Mai die Öffnungszeiten um drei Stunden auf 12 bis 15 Uhr reduziert. Jetzt ist der 5. Juni als letzter Arbeitstag festgelegt worden. Danach soll Schluss sein. Das genaue Datum wurde Dr. Ulrich Hüning, ärztlicher Leiter, am Montag (18.5.) mitgeteilt.

Lünen ist Teil einer Entwicklung, die die KV am Dienstag (19.5.) einläutet: Dann wird die Teststelle am Signal Iduna Park in Dortmund aufgelöst. Ende Mai sollen die Corona-Zentren in Unna und Schwerte folgen. Nach Lünen werden dann Hamm und zuletzt das Covid-Behandlungszentrum am Klinikum Nord in Dortmund geschlossen.

Veränderte Situation

Man habe mittlerweile eine andere Situation, erklärte eine Sprecherin der KVWL auf Anfrage der Redaktion. Anfangs seien die Infektionszahlen höher und die Praxen nicht ausreichend mit Schutzkleidung ausgestattet gewesen. Inzwischen seien auch die Arztpraxen so gerüstet, dass sie die Hygienevorschriften gewährleisten könnten. Corona-Verdachtsfälle könnten nach Voranmeldung künftig auch dort behandelt und getestet werden.

Bis einschließlich 5. Juni bleibt das Covid-Behandlungszentrum Anlaufstelle. An Wochentagen haben Patienten über ihren Haus- oder Facharzt Zugang. Der meldet Patienten dort an. Patienten bekommen zeitnah einen Termin per SMS oder Telefonanruf.

An Feiertagen und Wochenenden können sich Patienten zwischen 12 und 15 Uhr direkt per Telefon (02306) 772051 oder Fax (02306) 772052 an die Einrichtung wenden. Auf dem Fax sollte die Telefonnummer angegeben werden. Es erfolgt eine Terminvergabe.

Diskussion um Finanzierung der Corona-Tests

Derweil gibt es Diskussionen um die Finanzierung bestimmter Corona-Tests. Die KV kündigte an, dass sie Tests bei Patienten ohne konkreten Verdacht nicht mehr abrechnen könne. Es gehe um Tests für „asymptomatische Personen“, also um Patienten ohne erkennbare Symptome, die nicht zu einer Risikogruppe gehören.

Bisher konnten die Gesundheitsämter diese Tests über eine Betriebsstättennummer gegenüber der KV abrechnen, beispielsweise wenn in Pflegeheimen getestet wurde. Künftig sollen das die Gesundheitsämter selbst zahlen müssen.

Nach den Kriterien des Robert Koch Instituts bestehe für die gesetzlichen Krankenkassen nur eine Leistungspflicht für Tests an Patienten mit Symptomen, teilt die KV dazu mit.

Am Freitag (15.5.) sei ein Gesetz verabschiedet worden, wonach die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten auch für „asymptomatische Tests“ übernehmen sollen. Dazu fehle aber noch eine Rechtsverordnung.

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