Coronavirus: Neun von zehn „Corona-Toten“ im Kreis Unna über 60

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Dass das Alter ein Faktor in dieser Pandemie ist, ist bekannt – und lässt sich auch an den Statistiken ablesen. Nur ein Bruchteil der Corona-Toten im Kreis Unna ist unter 60 Jahre alt.

Kreis Unna

, 14.11.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Coronavirus scheint nicht nur wegen der nach wie vor hohen Zahl an Neuinfektionen an Schrecken zu gewinnen. Zuletzt 13 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 binnen einer Woche – das ist auf die Pandemie bezogen die höchste Sterblichkeit seit der ersten im Kreis Unna bekannt gewordenen Infektion im März; und passt zur aktuellen Lage in Deutschland.

Insgesamt 67 Todesfälle stehen dem Gesundheitsamt des Kreises Unna zufolge seit Ausbruch der Pandemie im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Viele verstarben im April (25), als die erste Welle gemessen an den Neuinfektionen den vorläufigen Höhepunkt erreicht hatte. Jetzt, im Lichte umso deutlicher steigender Infektionszahlen im Kreis Unna, steigt auch die Sterblichkeit wieder – allein im November meldete die Behörde bislang 17 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

„Corona-Tote“: Todesursache in der Regel unbekannt

Statistiken über die Sterblichkeit sind freilich umstritten. Oft ist nicht bekannt, ob die Toten tatsächlich an oder mit dem Coronavirus gestorben sind. Zumal der überwiegende Teil der Verstorbenen älteren Semesters ist: Menschen, die an Vorerkrankungen gelitten haben. Deshalb wird in den Statistiken nur ein Zusammenhang zum Coronavirus erwähnt, weil das Virus nachgewiesen worden war; ob es letztlich aber auch die Todesursache war, darüber sagen die Statistiken nichts aus.

Weniger als jeder zehnte Corona-Tote im Kreis Unna unter 60

Was die Statistiken aber aussagen ist, dass im Kreis Unna zwei von drei (66,67 Prozent) mit dem Coronavirus assoziierten Verstorbenen 80 Jahre oder älter waren – dagegen nicht mal jeder zehnte (9,09 Prozent) war jünger als 60 Jahre alt.

Zahlen, die untermauern, dass das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei älteren Menschen mit Vorerkrankung größer ist. Dazu passt übrigens auch eine Erkenntnis aus dem Oktober.

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Trotz deutlich steigender Infektionszahlen verstarben nicht wesentlich mehr Menschen in Verbindung mit dem Coronavirus – weil sich zu Beginn der zweiten Welle vor allem Jüngere infizierten, bei denen der Krankheitsverlauf für gewöhnlich aber eben weniger schwerwiegend verläuft.

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