Selbsttests an Schulen sollen mehr Sicherheit bringen. Es fragt sich nur: wie? © picture alliance/dpa
Meinung

Corona-Tests sollen Schulen helfen und keine Panik verbreiten, oder?

Schnelltests an Schulen sind sinnvoll bei der Eindämmung von Corona. Nur die Teststrategie lässt viel Fragen unbeantwortet. Schüler und Lehrer baden das jetzt aus, findet unser Autor.

Mehr Tests bedeuten mehr Sicherheit. Das sollte man jedenfalls meinen. Die Kritik von Lüner Schulleitern an der Landesstrategie ist leider nur allzu gut verständlich. Dass die Tests noch nicht geliefert worden sind, es damit noch eine Gnadenfrist gibt, ist noch das Beste daran.

Dass Corona-Tests, ja auch Selbsttests, bei der Eindämmung des Virus helfen können, will ich gar nicht bezweifeln. Nur: Eine gewisse Zuverlässigkeit sollte dabei doch auch gegeben sein.

Konsequenzen trotz unsicherem Ergebnis

Ob es die geben kann, wenn Lehrer als medizinische Laien Kinder dabei beaufsichtigen, wie sie sich selbst testen, darf wohl ernsthaft bezweifelt werden. Dennoch entstehen aus einem positiven Ergebnis Konsequenzen. Und die haben es dann in sich. Isolation von anderen Schülern, Rückkehr nach Hause, psychische Belastung. Das muss dann alles organisiert werden. Irgendwie.

Den ersten Schritt in Richtung Wechselunterricht vor einigen Wochen hatte das Schulministerium doch auch endlich mal gut geplant. Hätte man hier nicht mit einem besser ausgearbeiteten Test-Konzept anknüpfen können? Selbsttests zu Hause, Schnelltests mit Fachpersonal (oder wenigstens geschulten Lehrern) in der Schule. So als Idee. Stattdessen droht jetzt noch mehr Unsicherheit und im schlimmsten Fall Panik.

Über den Autor
Beruflicher Quereinsteiger und Liebhaber von tief schwarzem Humor. Manchmal mit sehr eigenem Blick auf das Geschehen. Großer Hang zu Zahlen, Statistiken und Datenbanken, wenn sie denn aussagekräftig sind. Ein Überbleibsel aus meinem Leben als Laborant und Techniker. Immer für ein gutes und/oder kritisches Gespräch zu haben.
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Matthias Stachelhaus

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