Corona-Tests im Container: Kreis plant Test-Zentrum an Viktoriastraße

dzCoronavirus

Mit der Einrichtung eines Testzentrums am Kreishaus in Lünen will der Kreis Unna seine Kapazitäten ausbauen. Dort werden Container aufgestellt. Getestet werden aber nur bestimmte Personen.

Lünen

, 23.08.2020, 14:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Corona-Pandemie hält weiter an. Der Kreis Unna will im Kampf gegen das Virus auch mit Blick auf steigende Fallzahlen gut aufgestellt sein. Deshalb sollen die Testkapazitäten erweitert werden. Zurzeit finden Tests der Kreisverwaltung in der Gesundheitsbehörde in Unna und im Kreishaus in Lünen statt. „Dort sind die Möglichkeiten für eine Ausweitung von Tests begrenzt. Deshalb werden zwei Testzentren eingerichtet“, teilt Max Rolke aus der Pressestelle mit.

Ein Testzentrum soll am Kreishaus Lünen an der Viktoriastraße entstehen. Wann das eröffnet wird, ist noch offen. Die dafür erforderlichen Container seien bestellt, die notwendige Baugenehmigung sei bei der Stadt beantragt. „Durch die Container wird ein ebenerdiger Zugang zu den Testungen geschaffen“, so Rolke. Derzeit müssen einbestellte Personen durch das Treppenhaus zum Test.

Ein weiteres Testzentrum soll in Unna in der alten Kreissporthalle an der Platanenallee eingerichtet werden.

Tests nur für einbestellte Personen

Die Teststellen sind allerdings nicht für jedermann. „In den Testzentren werden, wie auch aktuell der Fall, nur Personen getestet, die von der Gesundheitsbehörde einbestellt wurden“, betont Rolke. Getestet werden:

  • Menschen im Rahmen der Kontaktpersonenermittlung.
  • In besonderen Fällen z.B. vor der Neu- oder Wiederaufnahme in eine Senioreneinrichtung.

Frei zugängliche Teststellen seitens des Kreises seien nicht geplant. Außerdem gelte nach wie vor: Wer Symptome hat, muss sich an den Hausarzt wenden. Der entscheidet, ob ein Test sinnvoll ist oder nicht. Hausärzte testen auch Reiserückkehrer, Lehrer, Erzieher und Personen, die über Corona-Warn-App informiert wurden.

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Bisher keine Wiedereröffnung des Covid-Zentrum

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), die neben dem St.-Marien-Hospital an der Altstadtstraße 23 bis Anfang Juni ein Test- und Behandlungszentrum hatte, plant zurzeit keine Wiedereröffnung. Das teilte Vanessa Pudlo, Sprecherin der KVWL, auf Anfrage der Redaktion mit. Sie schloss aber nicht aus, das Zentrum je nach Lage wieder hochzufahren.

Getestet werde in den Praxen der niedergelassenen Ärzte. Dazu hat die KVWL online eine Liste erstellt. Darin sind auch die Lüner Praxen genannt, die auf das Coronavirus testen.

Pudlo verweist darauf, dass durch die kurzfristigen Entscheidungen der Politik Anfang August auf die Praxen plötzlich eine große Mehrbelastung zugekommen ist. Plötzlich hätten Reiserückkehrer, Kita-Mitarbeiter und später auch Lehrer getestet werden sollen. Das hätte sich inzwischen durch mehr Informationen aber eingependelt.

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