Corona-Krise: Weniger Lebensmittelkontrollen, keine Aussagen zu Mängeln

Verbraucherschutz im Kreis

Auch in Corona-Zeiten kontrollierte der Kreis Unna in Lünen Lebensmittelbetriebe - allerdings deutlich weniger als sonst. Wie viele Mängel es gab, teilte der Kreis noch nicht mit.

von Julian Beimdiecke

Lünen

, 16.07.2020, 08:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Lebensmittelkontrolleur (Symbolbild) überprüft bei einer Betriebskontrolle die Temperatur einer Fleischware.

Ein Lebensmittelkontrolleur (Symbolbild) überprüft bei einer Betriebskontrolle die Temperatur einer Fleischware. © picture alliance/dpa

Imbisse, Restaurants, Supermärkte - alle Betriebe, die in Lünen mit Lebensmitteln zu tun haben, werden von der Lebensmittelüberwachung des Kreises Unna kontrolliert. Der Kreis teilte nun auf Anfrage mit, wie oft seine Experten in Lünen in diesem Jahr bisher aktiv geworden sind: Demzufolge gab es seit Jahresanfang 189 Kontrollen und 154 Probenahmen.

Der Unterschied dabei: Bei Kontrollen gehen die Kreismitarbeiter in die Betriebe und schauen nach, ob alles seine Ordnung hat. Bei Probenahmen werden Lebensmittel direkt im Labor untersucht.

Bei Mängeln: Maßnahmen werden unverzüglich ergriffen

Wie oft Mängel festgestellt wurden, wird laut Birgit Kalle, stellvertretende Pressesprecherin des Kreises, erst am Jahresende für das ganze Jahr bekanntgegeben - daher machte sie zu diesem Punkt noch keine Angaben. „Klar ist aber, dass wir unverzüglich Maßnahmen ergreifen, wenn Mängel festgestellt werden“, so Kalle.

Das gelte selbstverständlich auch in Corona-Zeiten - auch, wenn im vergangenen halben Jahr deswegen weniger kontrolliert wurde als sonst. Im gesamten Kreis gab es bisher rund 846 Kontrollen und 680 Probenahmen - ungefähr ein Drittel weniger als in den Halbjahren 2019. „Das hängt ganz einfach damit zusammen, dass viele Betriebe geschlossen hatten und wir in der Regel dann aktiv geworden sind, wenn es Beschwerden gab“, sagte Kalle.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt