Corona-Gefahr durch Urlaubsrückkehrer im Kreis Unna?

dzQuarantäne

Wer in einem Corona-Risikogebiet Urlaub macht, muss anschließend in Quarantäne. Ob sich aber alle an diese Regelung halten, ist ungewiss: Kontrollen sind kaum möglich, Tests nur freiwillig.

von Julian Beimdiecke

Lünen, Selm

, 26.07.2020, 14:10 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eigentlich sind die Regelungen klar: Jeder, der sich innerhalb von zwei Wochen vor der Einreise nach Deutschland in einem Corona-Risikogebiet aufgehalten hat, muss sich beim zuständigen Gesundheitsamt melden und sich anschließend in eine zweiwöchige Quarantäne begeben. Ausnahmen gelten für alle Personen, die nur auf Durchreise ohne Übernachtung in NRW sind oder die nachweisen können, dass sie nicht mit dem Corona-Virus infiziert sind.

Letzteres dürfte durch den Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz der Länder am Freitag, freiwillige und kostenlose Corona-Tests anzubieten, zwar einfacher werden. Was aber mit denen, die schon vorher aus einem Risikogebiet einreisten oder denen, die in Zukunft auf den freiwilligen Test verzichten?

Verstoß bekommt man nicht mit

Ob sich von denen tatsächlich alle wie gefordert beim Gesundheitsamt melden, können die Behörden nicht in Erfahrung bringen. „Wir wissen natürlich nicht, welche Menschen aus Risikogebieten einreisen und können dementsprechend auch nicht nachhalten, ob sich tatsächlich alle von denen melden“, erklärte die Sprecherin des Kreises Unna, Constanze Rauert, auf Anfrage.

Das Problem: Wie beim zu schnellen Autofahren bekomme man eben nichts von einem Verstoß mit, wenn er nicht registriert wird. Bisher, so Rauert, hätten sich aber bereits einige beim Gesundheitsamt gemeldet.

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