Cineworld verbannt viel Plastik: Trinkhalme aus Glas, Popcorn-Eimer aus Metall

dzLüner Kino

Nachos, Popcorn oder Soft-Drink gehören zum Kinobesuch. Aber muss das alles in Plastik gereicht werden? Bei der Cineworld setzt man auf Verpackungsalternativen, um die Umwelt zu schonen.

Lünen

, 17.02.2020, 05:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Nicht von schlechter Pappe“ lautet der Slogan, mit dem die Cineworld für die Trendwende weg vom Plastik hin zu recyclebaren Materialien wirbt.

So gibt es jetzt für Popcorn-Fans Metall-Eimer mit Film-Zitaten (die Lösungen stehen auch auf dem Eimer) in Cineworld-Optik. „Wer gerne große Mengen Popcorn isst, kann sich die Portionen hier reinfüllen lassen und den Eimer auch immer wieder mitbringen. Dann ist die Portion auch billiger“, so Cineworld-Betreiber Lutz Nennmann.

Übrigens werden jährlich 60 Tonnen Rohmais in der Popcorn-Küche des Lüner Kinos zur süßen Nascherei verarbeitet. Wer nicht einen ganzen Eimer voll Popcorn in den Film mitnehmen will, bekommt es nun in Tüten aus 100 Prozent Ökopapier statt wie vorher aus normalem Papier.

Lutz Nennmann (l.), einer der beiden Cineworld-Betreiber und Max Biela, Theaterleiter, mit einem der Metall-Popcorn-Eimer im Saal „my private Cineworld“.

Lutz Nennmann (l.), einer der beiden Cineworld-Betreiber und Max Biela, Theaterleiter, mit einem der Metall-Popcorn-Eimer im Saal „my private Cineworld“. © Beate Rottgardt

Aber das ist nicht die einzige umweltfreundliche Neuerung im Gastronomie-Bereich des Lüner Kinos. „Wir wollen auch weniger Müllsäcke einsetzen. Das ist möglich, wenn die Mehrweg-Varianten ankommen“, so Nennmann.

Kaffeetrinker bekommen ihr munter machendes Heißgetränk in einem Keramikbecher mit Kino-Logo. Theaterleiter Max Biela: „Der kostet vier Euro Pfand, man kann den Becher dann entweder mit nach Hause nehmen oder ihn zurückgeben und bekommt dann die vier Euro natürlich wieder.“

Bei den Kaltgetränken gab es immer Plastik-Strohhalme. Die findet man nicht mehr in der Cineworld. Stattdessen gibt es Trinkhalme aus Pappe oder wahlweise für einen Euro Aufpreis aus Glas zum Mitnehmen. Wer noch mehr von den Glashalmen für daheim möchte, kann im Kino ein Sechser-Set mit Halmen in drei Größen mit plastikfreier Reinigungsbürste kaufen.

Papp-Halme müssen zwei Stunden Kino im Getränk überstehen.

„Es war nicht so einfach, Papp-Halme zu finden, die dann auch in einem 1,5-Liter-Becher zwei Stunden durchhalten und nicht durchweichen“, so Biela. Die Kinobesucher nehmen die Veränderungen an der Gastronomie-Theke durchaus wahr, beobachtet Biela. Und es gab auch schon viele positive Stimmen - im Kino und in den Sozialen Medien.

Wer Nachos kauft, bekommt den herzhaften Snack zum Film nun in Boxen aus Pappe statt in Plastikschalen. Und selbst die Dip-Schälchen für Käse- oder scharfe Soße sind nun aus Papier statt aus Plastik. „Allerdings sind sie noch beschichtet, damit sie nicht durchweichen“, so Nennmann.

Umweltfreundliche Variante für Becherdeckel

An einer Lösung für die Deckel der Trinkbecher wird noch gearbeitet. Denn die bestehen derzeit noch aus Plastik. Nennmann: „Wir sind aber dabei, eine Variante aus Papier zu finden.“

Schon vor einigen Jahren hatten die Cineworld-Betreiber die Beleuchtung komplett auf LED umgestellt. Nennmann: „Auch das war schon ein Schritt in Richtung Umweltschutz.“

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