Dem Druck von Initiativen wie „Brambauer 2030“ ist es nach Meinung unseres Autors zu verdanken, dass sich in Lünens größtem Stadtteil etwas tut. Das Bild zeigt Vertreter der Zukunftswerkstatt bei der Übergabe von Verbesserungsvorschlägen an Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns im April 2019. © Schulz-Gahmen (A)
Meinung

Brambauer Beharrlichkeit macht sich bezahlt – hoffentlich

Quartiersmanagement, Radweganbindung, Baugebiete: Es tut sich was in und vor allem für Brambauer. Allerdings wäre es wichtig, dass den Worten nun auch endlich Taten folgen.

Fördergelder für das Quartiersmanagement können fließen, eine Machbarkeitsstudie für eine bessere Radweganbindung ist fertig, und alle Parteien sind sich einig, dass neue Baugebiete hermüssen: Eigentlich kann sich Brambauer wirklich nicht beschweren. Oder?

Bei genauerem Hinsehen stellt man fest, dass es sich bisher vor allem um Absichtserklärungen handelt: Brambauer soll besser, schöner, wertiger werden. Neu ist, dass man jetzt offenbar auch über das nötige Geld und willige Investoren verfügt, um diese Absichtserklärungen auch in die Tat umzusetzen. Dass man so weit gekommen ist, haben die Brambaueraner nicht ausschließlich der Politik zu verdanken – im Gegenteil: Es brauchte den Zusammenschluss von unterschiedlichen Vertretern aus der Geschäfts- und Vereinswelt, um den Forderungen aus Lünens größtem Stadtteil Nachdruck zu verleihen. Ohne die beharrlichen Anträge und das permanente Ansprechen der politischen Vertreter vor Ort gäbe es die aktuellen Errungenschaften wahrscheinlich nicht.

Und nicht zu vergessen: Bis jetzt ist vieles beschlossen, aber noch nichts umgesetzt. Gerade in Fragen künftiger Baugebiete und beim Lkw-Durchfahrtsverbot auf der Waltroper Straße gibt es noch gehörig Konfliktpotenzial, das am Ende Entscheidungen ausbremsen kann. Das sollten Politik und Verwaltung tunlichst vermeiden.

Über den Autor
Redaktion Lünen
Journalist, Vater, Ehemann. Möglicherweise sogar in dieser Reihenfolge. Eigentlich Chefreporter für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen. Trotzdem behält er auch gerne das Geschehen hinter den jeweiligen Ortsausgangsschildern im Blick - falls der Wahnsinn doch mal um sich greifen sollte.
Zur Autorenseite
Daniel Claeßen

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.