Trauerfeiern

Bestattungen in Coronazeiten: Dringende Empfehlung der Stadt Lünen

Laut Coronaschutzverordnung des Landes NRW gibt es keine Obergrenze für die Teilnehmerzahl bei Bestattungen und Beisetzungen. Die Stadt Lünen spricht daher eine dringende Empfehlung aus.
Das Innere der Trauerhalle auf dem Friedhof in Brambauer - viele Gesellschaften entscheiden sich aktuell für eine Trauerfeier vor der Tür, auch aufgrund des eingeschränkten Platzangebotes. © Stadt Lünen (Archiv)

Die Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen wirkt sich auch auf die Nutzung der kommunalen Friedhöfe für Bestattungen und Beisetzungen aus. Die Stadt Lünen hat nun Empfehlungen zur maximalen Teilnehmerzahl bei Bestattungen ausgesprochen. Das geht aus einem Schreiben hervor, das die Stadt an alle Lüner Bestattungsunternehmen versandt hat.

Generell bittet die Verwaltung darin darum, die Anzahl der Teilnehmenden an der Bestattung auf ein Minimum zu reduzieren. Laut der Coronaschutzverordnung des Landes NRW gibt es keine Obergrenze für die Teilnehmerzahl. Die Stadt spricht jedoch eine dringende Empfehlung aus: Die Teilnehmerzahl soll bei Beisetzungen auf höchstens 30 Angehörige beschränkt werden. Das gilt auch für den Teil, der unter freiem Himmel stattfindet. Von Beileidsbekundungen am offenen Grab sollte Abstand genommen werden, so die Stadt weiter.

Mund-Nase-Bedeckung während des gesamten Ablaufs ist Pflicht

Bei einer Bestattung auf den kommunalen Friedhöfen müssen alle Teilnehmenden während des gesamten Ablaufs – sowohl in der Trauerhalle als auch unter freiem Himmel – eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Den vorgeschriebenen Mindestabstand zu unterschreiten ist nur engsten Angehörigen erlaubt. Das besagt die Coronaschutzverordnung. Außerdem müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Kontaktdaten hinterlegen, damit im Infektionsfall eine Nachverfolgung möglich ist. Die dafür notwendigen Listen stellt die Friedhofsverwaltung zur Verfügung, sie müssen noch am Tag der Bestattung ausgefüllt zurückgegeben werden.

Desinfektionsmittel im Eingangsbereich der Trauerhallen

In den Trauerhallen wird im Eingangsbereich Desinfektionsmittel vorgehalten. Die Stadt bittet die Bestatterinnen und Bestatter außerdem darum, den Gästen Sitzplätze zuzuweisen. Die Desinfektion und das Lüften der Trauerhalle nach der Trauerfeier übernehmen die Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung.

Oberstes Ziel müsse es sein, so die Stadt in ihrem Schreiben, den Infektionsgefahren entgegen zu wirken. Dies sei ohne Regeln nicht möglich, erklärt die Verwaltung und bittet die Bestattungsunternehmen, die Angehörigen im Vorfeld auf die Verhaltensregeln aufmerksam zu machen.

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