Beschwerden über Ruhestörungen erreichen Höhepunkt

Lautes Sommer-Hoch

Urlauber und Daheimgebliebene lieben es, Meteorologen kündigen es gerne an: Das Sommer-Hoch. Heiße Tage und laue Nächte haben allerdings auch eine Kehrseite. Die Zahl der Lärmbelästigungen erreicht ihren Höhepunkt. Doch nicht jedes nächtliche Treiben ist eine Ruhestörung.

LÜNEN

von Von Peter Fiedler

, 18.08.2013, 16:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Am Samstagabend nahm die Lünsche Mess noch einmal so richtig Fahrt auf.

Am Samstagabend nahm die Lünsche Mess noch einmal so richtig Fahrt auf.

Wenn das Sommerwetter die Menschen bis in die späten Abendstunden in Parks, auf Balkone und Terrassen lockt, dringen Musik und Gelächter in die Schlafzimmer anderer Bürger, die sich in ihrer Nachtruhe gestört fühlen. Und weil die städtische Ordnungsbehörde nicht mehr erreichbar ist, wählen Betroffene den Polizeinotruf 110. Ralf Schöneberg hat errechnet: Im Juli 2012 machten Lärmeinsätze 16,4 Prozent aller Polizeieinsätze aus. Heißt: Etwa jeden sechsten Einsatz im Juli fuhren Polizeibeamte in Lünen wegen einer Ruhestörung. Im Juli 2013 lag die Quote etwas niedriger, nämlich bei 13,1 Prozent. Somit hatte etwa jeder siebte bis achte Einsatz Lärm als Grund. Für die Polizei ein durchaus beachtlicher Aufwand.

Meistens bleibt es vor Ort bei einer Ermahnung. Kehrt danach immer noch keine Ruhe ein und muss die Polizei mehrmals ausrücken, wird auch schon mal die Musikanlage beschlagnahmt. Das kann dann mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige verbunden sein. „Das Landes-Immissionsschutzgesetz-NRW sieht Geldbußen bis zur Höhe von 5000 Euro bei Störung der Nachtruhe vor“, erläutert Eberhard Rieß, Leiter der Ordnungsbehörde der Stadt Lünen.

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